1000 BenQ-Arbeiter immer noch ohne Job
Das BenQ-Drama zieht immer noch weite Kreise. 1000 Beschäftigte der ehemals 2500 Arbeitern des Pleite gegangenen Mobilfunkunternehmens haben bis heute keinen neuen Arbeitsplatz gefunden. Transfergesellschaften hatten Qualifiezierungs- und Vermittlungshilfen zur Verfügung gestellt, doch offenbar vergebens.
Wie die IG Metall am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte sind 864 ehemalige Mitarbeiter der ehemaligen Siemens-Handysparte, sowie aus verbundenen Unternehmen an den nordrhein-westfälischen Standorten Kamp-Lintfort und Bocholt, sowie rund 190 Beschäftigte aus München auf Arbeitssuche.
Die Qualifizierungs- und Vermittlungshilfen der Transfergesellschaften sowie das von Siemens aufgestockte Transferkurzarbeitergeld enden allerdings zum 31. Dezember 2007.
Für die jetzt noch Unvermittelten finanziert Siemens pro Beschäftigungsjahr eine Überbrückungshilfe von mindestens 2400 Euro.
BenQ Mobile hatte am 29. September 2006 Insolvenz anmelden müssen, nachdem der taiwanische Mutterkonzern die Zahlungen eingestellt hatte. Bis September 2005 hatte der Handyhersteller zum Siemens-Konzern gehört. Dieser hatte seine Mobilfunksparte wegen der schlechten Geschäftsentwicklung an das asiatische Unternehmen verkauft.
In langen Verhandlungen hatte die IG Metall gegenüber Siemens im November 2006 eine umfassende Finanzierungszusage für die Transfergesellschaften und finanzielle Absicherungen der Betroffenen durchgesetzt. Siemens hat mit etwa 100 Millionen Euro die Hauptlast getragen. Von der Agentur für Arbeit kamen etwa 19 Millionen Euro für Transferkurzarbeitergeld. Die Länder Nordrhein Westfalen und Bayern haben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds einen einstelligen Millionen-Beitrag finanziert.
DCRS ONLINE meint: Was für ein peinliches Trauerspiel.





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