18 Menschen bei Anschlag im Irak gestorben

Von Bianca Wollert

18 Menschen bei Anschlag im Irak gestorbenImmer mehr Frauen lassen sich offenbar in der Prozvin Dijala von El-Kaida als Selbstmordattentäterinnen verpflichten. Jüngst sprengte sich eine Frau in der irakischen Stadt Bakuba in der nordöstlichen Provinz in die Luft und riss 17 Menschen in den Tod. 42 Personen wurden verletzt.

Augenzeugen und Polizisten berichteten, der etwa 40 Jahre alten Attentäterin sei es gelungen, ihre Autobombe in einer mit Betonsperren gesicherten Verwaltungszone zu zünden.

Bakuba ist das Zentrum der stark von El-Kaida umkämpften Provinz Dijala. Hier werden die meisten Anschläge verübt. In den vergangenen Monaten ist zudem ein Trend zu weiblichen Sebstmordattentätern zu erkennen.

Ihre Selbstmordattentate richteten sich vornehmlich gegen die Polizei und gegen die Angehörigen der lokalen Bürgerwehren, die mit Unterstützung der Amerikaner gegen El-Kaida kämpfen.

In der nördlichen Öl-Stadt Kirkuk kamen bei zwei Sprengstoffattacken zwei Frauen und drei Männer ums Leben. Kurdische Quellen in der Stadt Suleimanija im äußersten Nordosten des Landes meldeten, die iranische Armee habe erneut kurdische Dörfer auf irakischem Boden mit Artilleriefeuer belegt. Zu möglichen Opfern lagen keine Angaben vor.

Die iranische Armee greift in dem grenznahen Gebiet regelmäßig mutmaßliche Stellungen kurdischer Rebellen an. Der türkische Generalstab hatte kürzlich erstmalig eingeräumt, dass er seine Angriffe auf die Rebellen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak mit den Iranern abstimmt.

Artikel vom 23. Juni 2008

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