20jährige Mutter gesteht: Ich ließ mein Baby verhungern

Von Irina Heidkamp

20jährige Mutter gesteht Ich ließ mein Baby verhungernWieder eine junge Mutter, wieder ein verhundertes Baby, wieder ein klägliches Geständnis. Sie habe als Mutter versagt, klagt Ulrike D., 20, vor Gericht. Allerdings findet sie nicht den Mut, die Worte selbst vorzubringen. Ihr Anwalt muss es für sie tun.

Die 20jährige vernachlässige ihren kleinen Sohn Florian so stark, dass er schließlich verhungerte und verdurstet.

Ulrike D. kuschelte lieber mit ihrem Mischlingshund, verkroch sich im Bett, oder betrank sich mit ihrem Lebensgefährten vor der Glotze.

In dem Schriftstück , dass ihr Anwalt vor Gericht vorträgt, gibt Ulrike D. zu, dass sie Florian immer seltener gefüttert hat. Eigentlich war er ein Wunschkind. Aber bald verlor sie das Interesse an ihm. Der Junge magerte immer weiter ab.

Laut Anklage haben die Eltern Florians Mahlzeiten zunächst um zwei, später um sechs bis sieben Stunden hinausgezögert. Der Staatsanwalt glaubt, dass Florian bei seinem Tod seit mehr als 20 Stunden nichts mehr zu essen bekommen hatte.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Artikel vom 3. Juli 2008

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