Bahn geizt bei Finderlohn für 400000 Euro

Von Eleonore Matschge

Schon vor rund zwei Jahren hat eine unbekannte Person 400000 Euro auf einer Zugtoilette vergessen. Das Geld wurde von einem ehrlichen Finder bei der Bahn abgegeben und dort deponiert. Bis jetzt hat sich der rechtmäßige Besitzer nicht gemeldet.

Vermutlich handelt es sich bei dem Geld um Schwarz- oder Drogengeld. Dass sich der Besitzer der exakt 391000 Euro und 9000 Dollar jetzt noch meldet ist eher unwahrscheinlich.

Meldet sich der Besitzer nicht vor Ablauf einer Dreijahresfrist geht das Geld in das Eigentum der Bahn über. Bis Oktober 2009 hätte der Besitzer noch Zeit.

400000 Euro sind ein ganz schöner Haufen Geld, auch für die Deutsche Bahn AG. Vermutlich geht es der Bahn finanziell wirklich nicht sonderlich gut, wie sonst ist der Geiz hinsichtlich des Finderlohnes zu erklärten ?

Der Rentner aus Wiesbaden, der im Oktober 2006 das Geld entdeckte und als ehrlicher Finder die Plastiktüte bei der Bahn ablieferte soll mit vergleichsweise mickrigen 6000 Euro Finderlohn abgespeißt werden. Den Rest des Geldes will sich die Deutsche Bahn einverleiben.

Ein Bahnsprecher erklärte, mit dieser Summe würden die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt. Eine Aufstockung lehnte die Bahn einem Bericht des “Wiesbadener Kuriers” zufolge ab.

DCRS ONLINE meint: Ganz schön kleinlich ! Ehrlichkeit und Tugend sollte eigentlich besser belohnt werden !!

Artikel vom 24. Juli 2008

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