Bank of England stellt Finanzmittel für Geschäftsbanken bereit

Von Christian Dieter Matuschek

Bank of England stellt Finanzmittel für Geschäftsbanken bereitDer englische Schatzkanzler Alistair Darling hat jüngst gegenüber der BBC angekündigt, dass die englische Notenbank, Bank of England, den britischen Geschäftsbanken in Kürze massiv unter die Arme greifen werden und am Montag einen Plan zur Stützung des Hypthekenmarkts vorlegen werde.

Mit einem Programm von 35 bis 60 Milliarden Pfund, wie Experten vermuten, wird die Bank versuchen die Blockade an den Kreditmärkten zu überwinden. Banken soll demnach vorübergehend erlaubt werden, mit Hypotheken besicherte Wertpapiere gegen Staatsanleihen zu tauschen.

Damit würde die Bank of England zum selben Instrument greifen wie die US-Zentralbank. Diese hatte ein ähnliches Programm hervorgebracht. Wegen des allgemeinen Vertrauensverlusts waren während der globalen Kreditkrise die Zinsen im Interbankenmarkt starkt gestiegen und auch die Nachfrage nach besicherten Wertpapieren eingebrochen.

Mit der Hilfsaktion soll dieser für die Banken wichtige Markt wieder in Gang gebracht werden.

Das Vorhaben wäre nahezu identisch mit einem Programm, das in den USA im März vorgestellt wurde. Hinter dem Plan steckt der Gedanke, dass sich die Banken untereinander wieder mehr Geld zu günstigeren Zinsen leihen könnten. Zudem könnte eine Umsetzung bedeuten, dass die Bank of England die Zinsen nicht so drastisch senken muss wie an den Finanzmärkten bislang erwartet.

Schon seit Monaten stehen Regierung und Notenbank unter Druck, etwas gegen die Hypothekenkrise zu unternehmen, weil die Wirtschaft immer stärker in Mitleidenschaft gezogen wird und damit mitverantwortlich für einen Ansehensverlust vom britischen Premierminister Gordon Brown ist.

Artikel vom 21. April 2008

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