Barack Obama hat die Nase weiter vorn

Von Jette Petersen

Barack Obama hat weiterhin die Nase vornDie US-Demokraten können sich ganz offensichtlich nicht zwischen ihren für die Präsidentschaftskandidatur zur Wahl stehenden Bewerbern entscheiden. Obwohl Barack Obama mit einem geringen Vorsprung vorne liegt, läuft in den Vorwahlen alles auf einen Patt hinaus. Schon jetzt ist es weder für Obama noch für Clinton mehr möglich die erforderlichen 2045 Delegiertenstimmen erreichen, um eindeutig als Präsidentschaftskandidat der Demokraten aus diesen Vorwahlen hervor zu gehen.

Die endgültige Entscheidung wird daher wohl erst auf dem Parteitag der Demokraten im August fallen.

Nach der jüngsten Wahl der Demokraten im US-Bundesstaat Wyoming, hat Obama erneut einen Sieg errungen. Er erreichte 61 Prozent der Stimmen, Senatorin Clinton nur 38 Prozent.

Obwohl lediglich 12 Delegiertenstimmen in dem US-Staat zu holen waren, lieferten sich die Kontrahenten einen erbitterten Kampf. Entsprechend große Resonanz erhielten daher auch die Wahlen.

Fast 9.000 der 60.000 eingeschriebenen Anhänger der Demokraten waren dem Aufruf zu den sogenannten Caucuses (Parteiversammlungen) gefolgt. Bei den Abstimmungen 2004 waren nur einige hundert Parteianhänger gekommen. Obama schnitt bei den Caucuses bisher besonders gut ab: er gewann bereits in 13 Staaten solche Parteiabstimmungen, Clinton lediglich in drei Staaten.

Hillary Clinton sprach sich unterdessen am Wochenende erneut dafür aus, mit Barack Obama als Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten anzutreten. “Ich höre von manchen, dass sie sich wünschten, uns beide wählen zu können. Nun, das könnte eines Tages möglich sein”, sagte Clinton laut “Chicago Tribune” bei einem Wahlkampfauftritt in Hattiesburg (Mississippi). Ihr Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, meinte bei einer anderen Wahlkampfveranstaltung, seine Frau und Obama wären angesichts ihrer unterschiedlichen Stärken in verschiedenen Teilen Amerikas gemeinsam eine “nicht aufzuhaltende Macht”.

Obama reagierte am Freitag vor Reportern verhalten auf solche Überlegungen. “Ich denke, es ist noch zu früh. Sie werden mich nicht als Kandidat für den Vizepräsidenten sehen, ich trete an für das Präsidentenamt”.

Er habe in doppelt so vielen Staaten gewonnen wie Clinton, insgesamt mehr Stimmen bekommen und habe mehr Delegierte. Die Ex-First Lady hatte mit Vorwahlsiegen in Ohio, Texas und Rhode Island am vergangenen Dienstag Obamas vorausgegangene Serie von elf Vorwahlsiegen unterbrochen und seinen Delegiertenvorsprung um etwa zehn verringert. Nach dem Caucus in Wyoming führt Obama mit 1527 Delegierten vor Clinton mit 1428 Delegierten.

In Mississippi wird es am Dienstag um insgesamt 33 festgelegte Delegierte gehen.

Die nächste besonders wichtige Vorwahl findet am 22. April in Pennsylvania statt. Dort geht es um gut 160 Delegierte. In Umfragen liegt hier Clinton mit etwa 15 Prozentpunkten vor Obama.

DCRS ONLINE meint: Das sieht düster aus für die ehemalige First Lady !

Artikel vom 9. März 2008

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