Birma: Jetzt brechen die Seuchen aus

Von Kerstin Moebius

Birma Jetzt brechen die Seuchen ausWährend Millionen Menschen in Birma unter den Folgen der Zyklon-Katastrophe leiden, ist die Zahl der Toten noch immer nicht abzusehen.

Zwischenzeitlich bestätigte die Militär-Junta, dass mehr als 38 000 Menschen in dem verheerenden Zyklon starben. Doch Hilfsorganisationen gehen von mehr als 100 000 Toten aus.

Doch der Horror nimmt kein Ende: Jetzt brechen die Seuchen aus !

So meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits erste Fälle von Ruhr, eine schwere Durchfall-Erkrankung, die für die Überlenden eine große Gefahr darstellt.

Birke Herzbruch von Malteser International in Rangun sagte: „…Die Lage in La Butta ist sehr, sehr dramatisch…“. Nach ihrer Aussage konnten die Menschen die ganze Woche nur aus Brunnen trinken, in denen das Wasser durch die Flutwelle versalzen war. Heftige Niederschläge erschweren die Situation zusätzlich.

Mehr als eine Woche nach dem schrecklichen Zyklon können die Hilfsorganisationen allmählich auch in die entlegenen Regionen des Katastrophengebietes vordringen.

Trotz der extrem bedrohlichen Lage, in der sich unzählige Menschen befinden, machte die Staatspresse in Birma als Sprachrohr der Militärjunta machte noch einmal deutlich, dass ausländische Helfer im Land nicht erwünscht sind. Die Verteilung der Hilfe im Land übernehme das Militär, sofern die Spender keine einheimischen Mitarbeiter im Land haben.

Artikel vom 14. Mai 2008

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