Birmas Botschaft in Bangkok brennt

Von Louis Richter

Birmas Botschaft in Bangkok brenntDie Botschaft des von einem Zyklon schwer getroffenen Landes Birma in der thailändischen Hauptstadt Bangkok brennt. Ob es sich bei dem Feuer um einen politisch motivierten Brandanschlag handelt, ist bislang nicht bekannt. Verletzt wurden bislang nicht gemeldet. Innerhalb von nur 30 Minuten sei das Feuer am Montagmorgen allerdings bereits unter Kontrolle gebracht worden.

Bei einer Untersuchung soll nun die Brandursache ermittelt werden. Das Feuer brach laut Feuerwehr im ersten Stockwerk des Gebäudes in einem Raum mit Dokumenten und Aktenschränken aus.

Die Militärregierung in Birma war in den vergangenen Wochen auf Grund der schleppenden Hilfe nach dem Wirbelsturm „Nargis“ international massiv in Kritik geraten. Zunächst wollte das Regime keine ausländischen Helfer ins Land lassen, obwohl durch den Wirbelsturm am 2. und 3. Mai nach offiziellen Angaben rund 78000 Menschen ihre Leben verloren und derzeit immer noch rund 56000 vermisst werden.

Unterdessen hat Frankreich ein Kriegsschiff mit Hilfsgütern für Birma nach Thailand umgeleitet. Das Schiff hatte mehr als eine Woche vor der Küste Birmas gelegen und keine Erlaubnis zum Anlegen erhalten. Die Ladung besteht aus rund 1000 Tonnen Zelten, Lebensmittel und Medikamenten. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen in Thailand werde die Güter übernehmen und sicherstellen, dass sie zu den Bedürftigen in Birma gelangten. Nichts rechtfertige, dass man den Opfern einer Naturkatastrophe den Zugang zu Hilfe verweigere.

“Wir sind besonders schockiert, dass die birmanischen Behörden nicht gestattet haben, dass die 1000 Tonnen Hilfe direkt angelandet und verteilt werden”, hieß es in der Erklärung.

Mit der Lieferung könnte die Ernährung von rund 100000 Menschen für zwei Wochen sicher gestellt werden, so wie ausreichend Trinkwasser produziert werden. Außerdem könne damit 60.000 Sturmopfern Unterkunft gewährt werden.

Birmas Militärregierung ist wegen ihres Zögerns bei der Annahme ausländischer Hilfe für die Sturmopfer international in die Kritik geraten. Erst nach wochenlangem Zögern hatte sie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zugesagt, Helfer unabhängig von ihrer Nationalität ins Land zu lassen.

Nach offiziellen Angaben sind durch den Zyklon “Nargis” 134.000 Menschen getötet worden oder werden noch vermisst, 2,4 Millionen sind zu Bedürftigen geworden. Ein US-Kriegsschiff mit Hilfsgütern wartet vor der birmanischen Küste ebenfalls auf die Erlaubnis zum Anlegen.

Artikel vom 26. Mai 2008

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