Blutiger Anschlag auf Markt in Bagdad

Von Bianca Wollert

Blutiger Anschlag auf Markt in BagdadSchon wieder in der irakischen Hauptstadt Bagdad ein blutiger Anschlag verübt. Auf einem belebten Markt explodierte eine Autobombe. 50 Menschen wurden getötet, 75 teils schwer verletzt.

Ein Selbstmordattentäter hatte in dem überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteil Hurrijah der Hauptstadt in der Nähe eines mehrstöckigen Gebäudes den Sprengsatz gezündet. Die Immobilien ging in Flammen auf.

Die Behörden erklärten, dass nach dem Löschen des Brandes zahlreiche Leichen in dem Wohn- und Geschäftshaus gefunden worden seien. Die meisten der Opfer des Anschlags seien verbrannt oder erstickt.

Es handelte sich um den blutigsten Anschlag in der irakischen Hauptstadt seit Anfang März, als ein doppelter Bombenanschlag 68 Menschen das Leben kostete. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die Terrorgruppe Al Kaida im Irak verübt häufig massive Selbstmordanschläge mit Autobomben.

In Mossul wurde unterdessen ein Journalist des staatlichen irakischen Fernsehens auf offener Straße erschossen, wie die Polizei mitteilte. Der 50-Jährige Muhieddin Abdul-Hamid war ein Moderator im Lokalfernsehen der Stadt im Norden des Landes, wie Kollegen berichteten. Nach einer Zählung des New Yorker Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) wurden damit seit Beginn des Irak-Kriegs 130 Journalisten und 50 Mitarbeiter von Medienunternehmen getötet.

Artikel vom 18. Juni 2008

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