Breitmaulnashorn Lulu wieder erfolgreich künstlich befruchtet

Von Eleonore Matschge

Nashornkuh Lulu ist wieder schwangerBerliner Wissenschaftler ist es im Kampf um das Überleben der extrem gefährdeten Breitmaulnashörner wiederholt gelungen die Nashornkuh Lulu zu besamen. Bereits im Januar diesen Jahres brachte die Mutterkuh ein gesundes Jungtier zur Welt, das aus einer künstlichen Befruchtung stammt. Das Jungtier Layla ist bereits 400kg schwer und in Budapest genauso beliebt, wie der kleine Eisbär Knut in Berlin.

Die Mutterkuh Lulu ist nach Angaben der Wissenschaftler bereits im vierten Monat trächtig. Dem ungeborenen Nachwuchs gehe es gut, er ist bereits rund 15 Zentimeter lang. Der Geburtstermin wird voraussichtlich im November 2008 sein. Genetischer Erzeuger ist ein 38jährige Nashornbulle aus einem Zoo im britischen Colchester. Der Samen wurde bereits vor drei Jahren entnommen und anschließend bei rund 195 Grad Minus eingefroren.

Bereits vor mehreren Jahren hat das Berliner Forschungsteam ein spezielles Verfahren entwickelt um Nashörner künstlich zu befruchten. Die Tiere sind stark vom Aussterben bedroht und auf Grund der relativ großen Geschlechtsorgane gestaltete sich das Unterfangen schwierig.

Vor allem das nördliche Breitmaulnashorn gilt als besonders bedroht. Es leben nur noch acht Exemplare in Zoos, in der Wildnis Afrikas gibt es ebenfalls nur noch eine handvoll Tiere. Die Nashornmutter Lulu gehört allerdings zu der weniger bedrohten Art der südlichen Breitmaulnashörner. Von dieser Art leben noch rund 12000 Tier.

Die Berliner Veterinär- Wissenschaftler arbeiten unter Hochdruck daran, von den wenigen überlebenden, nördlichen Breitmaulnashörnern Sperma zu gewinnen. Die Bullen müssen für die Gewinnung narkotisiert werden, der Samen wird tiefgefroren und anschließen für die Besamung von Nashornkühen verwendet. Der Genitaltrakt von weiblichen Nashörner ist aber mit 1,5 Metern extrem lang und weist eine starke Faltung auf. Die Berliner Wissenschaftler entwickelten eine spezielle Technik, um mit diesen Besonderheiten erfolgreich arbeiten zu können. Auch habe man die Narkos- Technik für die Tier verbessert.

DCRS meint: Wir wünschen Lulu alles Gute !

Artikel vom 9. Oktober 2007

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