Bricht Ypsilanti in Hessen doch ihr Wort
Noch immer herrscht in Hessen nach der Landtagswahl Stillstand. Es hat sich bislang keine regierungsfähige Koalition gefunden. Die Linke lockt die Macht allerdings sehr. Daher ist man bereit mit Ypsilanti zusammenzuarbeiten, auf sämtliche Forderungen zu verzichten und die Fast-Wahl-Siegerin gehörig in Versuchung zu führen.
Denn wie auch immer eine Zusammenarbeit mit den Linken sich gestalten möge, Ypsilanti würde auf jedenfall ihr Wort brechen.
Ob ihr das der Bürger tatsächlich auch auf Dauer nachträgt ist allerdings fraglich. Aus Erfahrung ist bekannt, dass das deutsche Volk eher vergesslich ist.
Tatsächlich rückte Die Linke jüngst von ihren bisherigen Bedingungen für ein Bündnis mit SPD und Grünen in Hessen ab. “Wir sind bereit, in Hessen ernsthaft mitzumachen”, sagte der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, dem Berliner “Tagesspiegel am Sonntag”.
Die Forderung von Parteichef Oskar Lafontaine, SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti müsse sich zuvor vom Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr distanzieren, hielt Gysi nicht mehr aufrecht: “Entscheidend ist die Landespolitik. Über Bundeswehreinsätze hat nicht das Land zu entscheiden, sondern der Bundestag.”
Auch auf einer Distanzierung Ypsilantis von den Hartz-IV-Reformen will Gysi nicht mehr bestehen. Es müsse allerdings klar sein, “dass Hartz IV so großzügig ausgelegt wird wie möglich”.
Als Vorbild dafür nannte Gysi die rot-rote Koalition in Berlin. Gysi bot Ypsilanti weiter an, sich “ganz ohne Bedingungen” mit Unterstützung der Linken im Wiesbadener Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Erst danach müsse “geredet” werden. Wolle Ypsilanti dann nicht mit wechselnden Mehrheiten regieren, “können wir uns auch eine Tolerierung oder Regierungsbeteiligung vorstellen”, sagte Gysi.
Ein äußerst großzügiges Angebot ! Wird Ypsilanti schwach werden und ihr Wort brechen ?!
Moralisch gesehen, wäre das der absolute Sündenfall, würde die Charakterschwäche und Rückratlosigkeit sowie Falschheit der Politik par excelence demonstrieren, doch in der Politik ist bekanntlich alles möglich.
Bei den hessischen Landtagswahlen hatten weder CDU und FDP noch SPD und Grüne eine Mehrheit erhalten. Drei-Parteien-Bündnisse oder eine große Koalition werden bislang jedoch von jeweils mindestens einem der dafür benötigten Partner abgelehnt. Ypsilanti schloss auch eine Zusammenarbeit mit der Linken stets aus.
Frau Ypsilanti, bleiben sie hart, damit der Glaube an die deutsche Politik nicht gänzlich erschüttert wird !!
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