Britische Regierungspartei bei Kommunalwahlen abgestraft

Von Christian Dieter Matuschek

Britische Regierungspartei bei Kommunalwahlen abgestraftDie britischen Wähler haben den amtierenden britischen Premierminister Gordon Brown und seine Labour-Partei bei den jüngsten Kommunalwahlen in England und Wales gehörig abgestraft.
Nach der Auszählung von 98 der 159 Wahlkreisen trat der erschütternde Ergebnis bereits zu Tage. 144 Mandate und die Mehrheit in fünf Wahlkreisen verlor die Regierungspartei, wie der britischen Nachrichtensender BBC am frühen Morgen berichtete.

Die Konservativen hingegen gewannen 138 Mandate und sechs Wahlkreise hinzu.

Wie der Sender unter Berufung auf eigene Berechnungen weiter berichtete, dürften die oppositionellen Tories landesweit auf rund 44 Prozent der Stimmen kommen. Labour erhält demnach nur 24 Prozent und liegt damit noch einen Prozentpunkt hinter den Liberaldemokraten, die auf 25 Prozent kamen. Für Labour wäre es das schlechteste Ergebnis in 40 Jahren.

Trotz der deutlichen Verluste wollte Labour-Fraktionschef Geoff Hoon das Ergebnis nicht als Gefahr für Zukunft von Parteichef und Premierminister Brown werten. Es gibt “keine Krise”, sagte Hoon der BBC. “Dies ist nichts, was die grundsätzliche Stabilität der Regierung beeinträchtigen könnte.”

Die Konservativen hingegen können ihre Freude nicht verbergen. William Hague sprach angesichts der guten Ergebnisses von einer „außergewöhnlichen“ Nacht für die Tories.

“Dies könnte der geringste Stimmenanteil für Labour in der jüngeren Geschichte der Kommunalwahlen sein. Das ist ein großer Schritt vorwärts.”

Mit Spannung wird der Ausgang der Wahl in der Hauptstadt London erwartet, wo Labour-Bürgermeister Ken Livingstone um eine dritte Amtszeit kämpft und sich nach Prognosen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem konservativen Herausforderer Boris Johnson leisten wird. Ergebnissen sollten dort erst im Tagesverlauf bekanntgegeben werden.

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Artikel vom 2. Mai 2008

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