Brücken-Teufel Nikolai H. will Freispruch

Von Irina Heidkamp

Brücken-Teufel Nikolai H. will Freispruch Foto

Ein mörderischer Holzklotz, eine Autobahnbrücke, eine glückliche Familie auf dem Heimweg. Mit unbändiger Gewalt schlug der Holzklotz durch die Windschutzscheibe auf den Beifahrersitz. Mutter Olga K., † 33, hatte keine Chance. Sie starb unmittelbar nach dem grausamen Attentat.

Für sie gab es keine zweite Chance, kein Erbarmen, kein Mitgefühl, kein Recht. Doch der Brücken-Teufel fordert für sich einen Freispruch.

Am 4. November soll der Prozessauftakt gegen den Brücken-Teufel Nikolai H., 30, stattfinden.

Die Anklagebehörde ist sich ihrer Sache sicher: Nikolai H. ist der Brücken-Teufel, der im März in der Nähe von Oldenburg einen mehrere Kilo schweren Holzklotz von einer Autobahnbrücke auf den BMW von Olga K. und ihrem Mann warf. Die Ehefrau starb vor den Augen ihres Mannes und der beiden gemeinsamen Kinder.

Nikolai H. hat die Tat gestanden.

Doch, nach Ansicht seines Verteidigers, unter Folter. Damit wäre das Geständnis nicht verwertbar und für den Prozess unbedeutend.

Laut Verteidiger drohte die Polizei im Verhör dem suchtkranken Nikolai H., er bekomme erst nach einem Geständnis Drogen. Der Anwalt: „Foltermethoden!“ Abhängige würden für die Droge alles gestehen. Dagegen spricht: Ein Arzt stellte die „Vernehmungsfähigkeit“ von Nicolai H. fest. Sowohl während seines Geständnisses als auch später – als Nikolai H. 6 Milliliter Methadon bekam.

Zudem sei laut Verteidigung nicht eindeutig bewiesen, dass Nikolai H. mit der Tatwaffe, dem Holzklotz, in Berührung gekommen sei. Der Holzklotz lag angeblich im Garten des Nachbarn.

Allerdings ließ sich gerichtsmedizinisch feststellen, dass die Erdspuren des Klotzes aus dem Garten des Angeklagten stammen. Außerdem hatte Nikolai H. zugegeben, dass er den Klotz in der Hand hielt. Er habe ihn auf der Brücke nur zur Seite gelegt. Weil er so ordnungsliebend sei …

In der „Nordwest Zeitung“ stellt der Verteidiger den Mordvorwurf komplett in Frage: Hinter dem Holzklotz-Wurf könne gar kein Tötungsvorsatz stehen. Weil man bei Dunkelheit, der Höhe der Brücke und der Geschwindigkeit der Autos gar keins treffen könne.

Dagegen spricht: Genau den gleichen Unfug hatte Nikolai H. vor seiner Verhaftung einer RTL-Reporterin erzählt, die ihn vor der Kamera in die Enge trieb. Nikolai H. – damals nur als Zeuge befragt – sagte in dem Interview: „Die fahren ja schnell hier. Und mit ’nem Holzklotz ein Auto treffen – das ist schwer!“

Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten lebenslange Haft.

Artikel vom 22. September 2008

3 Antworten zu “Brücken-Teufel Nikolai H. will Freispruch”

  1. amzone78 meint:

    WOLLEN UND BEKOMMEN sind zwei verschiedene paar Schuh !!!

    Hoffentlich kommt diese Dreckssau nie wieder auf freien Fuß,
    jedesmal wenn er die Augen zu macht mögen die Kinder des Opfers ihm vor Augen sein und fragen warum ??

    Öffentlich lynchen zur direkten Abschaffung vermeintlicher Nachahmer !!!!

  2. Paragraph meint:

    Ich möchte wetten, das ihm sein “Anwalt rät” einen auf DÄMLICH zu machen, mit “schwerer Kindheit” und so einen Scheiß. Da wird sich dann schon mit Sicherheit so ein “verantwortlicher” Idiot finden, der ihm seine “unzurechnungsfähigkeit bescheinigt”. Mit dieser “Strategie” bekommt bei unserer Idiotenjustiz in Deutschland jeder Verbrecher seine “Freikarte” und kann bequem in der Klapse entspannen und sich dumm und dämlich lachen über diese Vollidioten von Richtern, Staatsanwälten, Psychiatern usw. Einfach nur zum kotzen das ganze System. Ich hoffe ihr seht mir meine derbe Wortwahl nach, aber langsam kann man sich bei sowas nicht mehr anders ausdrücken.

  3. polarstern meint:

    Ach, hat der “arme” Bub als Kind wohl kein Feuerwehrauto bekommen?!? Das ist doch auf jedenfall Grund genug um einen Mord zu begehen!!. Da machen wir einen auf “Psycho”, denn drogenabhängig sind wir auch noch, dann ist doch alles in Butter. DER Anwalt, der sowas beschönigt und auf Freispruch plädiert, sollte ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Ich glaub, ich spinne! Wo leben wir eigentlich….?!?!
    Jeder Autofahrer, der eine Verkehrswidrigkeit begeht, oder ein Ladendieb, wird im Verhältnis mehr bestraft, als so ein gewissenloser Psychopath für den ein Menschenleben absolut nichts zählt….Es ist schon immer komisch, daß ALLE Täter zur Tatzeit GANZ GENAU wissen, was sie tun und wenn sie erwischt werden einen auf blöd machen. Und das wird ALLES vor Gericht strafmildernd eingesetzt. Die sog. “Gutachter” sind doch alle selber pathologisch, sonst hätten sie diesen Beruf nicht ergriffen. Denn nur DER, der selber so denkt, kann sich in solche Psychos reinversetzen, das sollten sich unseren Herren Richter und Staatsanwälte mal auf der Zunge zergehen lassen, dann hätten diese ganzen “Gutachten” nämlich kein Gewicht.

Hinterlasse eine Antwort