Bruni-Sarkozy: Ernsthaftigkeit und Treue für das französische Volk

Von Bianca Wollert

Carla BruniDer französische Präsident, Nicolas Sarkozy, ist durch sein Liebesleben in den vergangenen Wochen und Monaten ordentlich ins Schwanken geraten. Seine Umfragewerte sind tief in den Keller gesunken, hatte der smarte Franzose doch noch zu seinem Amtsantritt erklärt, er wolle vor allem eines, Arbeiten.

Dies hat er in den vergangenen Wochen eher weniger getan. Hochzeit, Reisen und Turteleien bestimmten die Welt von Sarkozy. Nun soll das angeschlagene Image wieder aufpoliert werden. Hierzu hat sich die neue First Lady gleich einmal ins Zeug geworfen, und gleich ein wenig in die Nesseln gesetzt.

„Ich bin von der italienischen Kultur geprägt, und ich würde mich nicht gerne scheiden lassen“ erklärte Carla Bruni.

Ob das den Franzosen so gut gefällt, eine First Lady zu haben, die sich mehr mit Italien identifiziert als mit Frankreich ?

Die bisher eher für ihre wechselnden Liebhaber bekannte Sängerin Carla Bruni hat nach ihrer Heirat mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy Ernsthaftigkeit und Treue gelobt.

“Ich bin also bis zum Ende des Mandates meines Mannes die Première Dame und seine Gattin bis zum Tod.” Das wünsche sie jedenfalls, sagte sie dem Pariser Nachrichtenmagazin “L’Express”.

Sie wisse noch nicht, wie sie ihre neue Rolle ausfüllen werde, sagte Bruni. “Doch ich weiß, wie ich es tun möchte: ernsthaft.”

Die Medienresonanz ihrer Beziehung zu Sarkozy habe sie überwältigt. Trotz des Medienschocks habe sie aber nicht den Wunsch, der Welt der Politik zu entfliehen. “Nein, denn ich bin verliebt, ich nehme die Lage an, und ich kann nichts an ihr ändern. Ich will nicht gegen die Außenwelt kämpfen”, sagte die Sängerin.

Als ihren Fehler bezeichnete Bruni, auf die Urlaubsreise mit Sarkozy nach Petra in Jordanien ihren Sohn mitgenommen zu haben. “Das hat ein schockierendes, gewalttätiges obszönes Bild gegeben, für das ich mich als Mutter geschämt habe. Das war nicht Nicolas’ Fehler, sondern meiner.” Außerdem habe sie beim Anblick der plötzlich auftauchenden 600 Fotografen “nicht schnell genug reagiert”, als Sarkozy ihren Sohn auf den Schultern getragen habe.

DCRS meint: Hoffentlich hört man aus Frankreich in Zukunft nicht mehr nur Klatsch-Nachrichten.

Artikel vom 13. Februar 2008
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