Bundesagentur für Arbeit will 3,5 Millionen Marke knacken

Von Christian Dieter Matuschek

ArgeTrotz der Finanzkrise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt, der weltweit Wellen schlägt, trotz den horrenden Energiepreise und trotz „anderer Eintrübungen“ ist der Chef der Bundesagentur für Arbeit zuversichtlich, dass man auch 2008 die Zahl der Arbeitslosen weiter reduzieren könne.

Angesichts der jüngsten Berechnungen, dass jeder dritte Arbeitnehmer nur einen Teilzeitjob hat, sind das nicht unbedingt Versprechungen, die große Freude bringen.

Die Reduzierung der magischen Arbeitslosenzahl auf dem Papier mag zwar nett aussehen, doch die Realität der Bürger ändert sich dadurch nicht.

Für die Entwicklung der kommenden Jahre gelte es, nicht nur die Beschäftigungslücke zu schließen, sondern auch die Lücke beim Arbeitskräftepotenzial.

Denn allein durch die Konjunktur sei eine zusätzliche Senkung der Arbeitslosigkeit nicht zu erreichen.

Es gebe einen „latenten Personalbedarf“, der mangels qualifizierter Bewerber nicht gedeckt werde, erläuterte Weise. Daher werde die Arbeitsagentur gezielt Maßnahmen zur Qualifizierung bestimmter Gruppen weiterentwickeln. Dazu zählten wenig qualifizierte Jugendliche ohne Hauptschulabschluss, Ältere, die in den Unternehmen nicht weitergebildet werden, und oftmals auch alleinerziehende Frauen.

„Wir müssen diese Probleme ernstnehmen“, sagte Weise. Die Mittel für entsprechende Fördermaßnahmen könnten durch Umstrukturierungen gewonnen werden, zusätzliches Geld sei nicht erforderlich. Trotz der Reduzierung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung auf 3,3 Prozent werde die Bundesagentur mit ihren Mitteln auskommen und bis 2011 „eine schwarze Null“ schreiben.

DCRS ONLINE meint: Immer diese Sprüche, Taten, die die bürgerliche Wirklichkeit verändern, sind gefragt!

Artikel vom 18. Januar 2008

Hinterlasse eine Antwort