Buschbrände in Los Angeles – Zwei Menschen tot

Von Kerstin Moebius

Buschbrände in Los Angeles – Zwei Menschen tot   FotoHeftige Buschbrände im US-Bundesstaat Kalifornien halten derzeit Anwohner und Behörden in Atem. Schon zwei Menschen kamen ums Leben.

Nach offiziellen Angaben war eines der Todesopfer ein Obdachloser, der in der Gemeinde Lake View Terrace zusammen mit seinem Hund in den Flammen umkam. Auf der Flucht vor den Flammen starb außerdem ein Mann bei einem Verkehrsunfall, wie die „Los Angeles Times“ auf ihrer Internetseite berichtete.

Bislang wurden rund 1500 Hektar Wald im Nationalpark Los Angeles zerstört. Tausend Feuerwehrleute sind im Einsatz, um die Brände, die sich nördlich von Los Angeles ausbreiten, zu bekämpfen.

Rund 1200 Menschen mussten vor den Flammen aus ihren Häusern fliehen; Schulen und Verkehrswege wurden geschlossen. Heftige Windböen fachten das Feuer weiter an.

Nach Angaben der Feuerwehr war am Montag erst etwa fünf Prozent des Brandgebietes unter Kontrolle. Zuvor hatte es noch geheißen, dass 20 Prozent unter Kontrolle seien. Nach Berichten der „Los Angeles Times“ verbrannten bereits 37 Wohncontainer.

Auf Unterstützung im Kampf gegen das Feuer dürfen die Feuerwehrmänner durch das Wetter nicht hoffen. Im Gegenteil. Es wurden Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 120 Kilometern angesagt. Der starke Wind verhindert den Einsatz von Löschflugzeugen und beschleunigt die Ausbreitung des Feuers. Das Feuer war am Sonntag aus zunächst unbekannten Gründen ausgebrochen.

Vor rund einem Jahr starben bei Bränden in Kalifornien acht Menschen. Damals wurden 2000 Häuser zerstört und 640 000 Menschen mussten zeitweise ihre Wohnungen verlassen.

Die Brände verursachten damals einen Schaden von einer Milliarde Dollar. Auch im Juni und Juli diesen Jahres brannte es in dem US-Bundesstaat. Dabei wurden 3500 Quadratkilometer durch die Flammen vernichtet.

Artikel vom 14. Oktober 2008

Hinterlasse eine Antwort