CDU-Persönlichkeit Merz lehnt Angebot der FDP ab

Von Irina Heidkamp

Friedrich MerzDer Finanzexperte der CDU, der sich jüngst über seine Partei enttäuscht zeigte, weil man beim Postmindestlohn gegenüber der SPD eingeknickt war, will nicht zur FDP wechseln. Diese hatte dem beliebten und bekannten Politiker eine neue politische Heimat angeboten. Merz lehnte nun dankend ab.

So erklärte eine Sprecherin von Merz gegenüber dem Magazin “Spiegel Online”: “Ein Wechsel von Herrn Merz zur FDP steht absolut nicht zur Debatte. Da ist absolut nichts dran.”

„Jeder aufrechte, freiheitlich denkende Verfechter der sozialen Marktwirtschaft ist uns willkommen. Daher würde ich mich über einen Wechsel von Friedrich Merz freuen,” hatte der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Andreas Pinkwart zuvor gegenüber der Bildzeitung erklärt und damit den Unionsabgeordneten zu den Liberalen eingeladen.

Merz muss sich unterdessen die Zähne an Bundeskanzlerin Angela Merkel ausbeißen. An ihr war er mit seinem Protest gegen einen Post-Mindestlohn gescheitert. Der ehemalige Fraktionschef der Christdemokraten ist einer der härtesten Gegner eines Mindestlohns. Das Einlenken seiner Partei bei dem Minimalverdienst für Postdienstleister brüskierte ihn schwer. Aus Protest erschien Merz daraufhin zum ersten Mal in 20 Jahren nicht zum CDU-Parteitag in Hannover.

Schon zuvor hat der Finanzexperte angekündigt, bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr antreten zu wollen. Doch offenbar gilt auch hier, nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Tatsächlich würde ein Rückzug von Merz für die Union einen herben Verlust bedeuten und die Partei weiter nach links schieben, obwohl man jüngst für sich allein die politische Mitte beansprucht hatte.

“Ich schätze Herrn Merz sehr. Er ist einer der Kollegen, mit denen ich mich immer gern unterhalte.” sagte Wolfgang Gerhardt, ehemaliger FDP_Franktionschef, und fuhr fort: “Herr Merz ist souverän genug, seinen politischen Standort selbst zu bestimmen.”

DCRS ONLINE meint: Die Union tut gut daran, sich Persönlichkeiten mit Ausstrahlung und Wissen, wie Herrn Merz zu erhalten.

Artikel vom 10. Dezember 2007

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