Chávez will EU für internationalen Kommunismus ausbluten

Von Jette Petersen

Chávez will EU für internationalen Kommunismus ausblutenDie neuen Abschieberegelungen in der EU stoßen bei Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez auf massive Ablehnung. Jüngst drohte er der europäischen Staatengemeinschaft mit einem Erdölboykott, wenn die Regelungen für illegale Einwanderer nicht gebessert würden.

Wer diese Regelungen anwende, sollte kein venezolanisches Öl mehr erhalten, sagte Chavez in Caracas. Die Europäer beziehen allerdings nur zu einem geringen Teil Öl aus Venezuela.

Das Einwanderer-Problem nimmt im Gegensatz dazu aber immer ausufernde Maße an. Der Schlepper-Markt floriert, täglich überschreiten tausende illegale Einwanderer die europäischen Außengrenzen.

“Das venezolanische Erdöl geht nicht an jene Länder, die dieses peinliche Abkommen unterzeichnen”, erklärte Chávez am Rande eines Treffens mit dem künftigen Staatschef von Paraguay, Fernando Lugo. Auch Lugo wies die neue EU-Regelung “energisch zurück”.

Chávez, der immer wieder mit provokanten Äußerungen auf sich aufmerksam macht, drohte, er werde auch die Investitionen jener EU-Länder in Venezuela prüfen: “Wir schicken (die Investitionen) einfach zurück.” Der linksnationalistische Staatschef bezog sich auf die Regeln, die diese Woche vom Europaparlament in Straßburg verabschiedet wurden und die eine Abschiebehaft von sechs Monaten, in Ausnahmefällen von bis zu 18 Monaten vorsehen.

Diese Regeln verletzten die Menschenrechte und das internationale Recht, kritisierte Chávez. Es gebe in Europa Millionen illegaler Einwanderer, sagte der Venezolaner und fuhr fort: “Was werden sie mit all diesen Menschen machen? Werden für sie Konzentrationslager errichtet werden?”

Bei Menschenrechtsorganisationen wie auch bei UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour waren die neuen Regeln ebenfalls auf Kritik gestoßen.

Artikel vom 20. Juni 2008

2 Antworten zu “Chávez will EU für internationalen Kommunismus ausbluten”

  1. Hans meint:

    Wenn die USA und die europäischen Staaten das Geld, das sie bisher als Entwicklungshilfe an Regimes wie das von Chávez in Venezuela, Castro in Kuba oder Morelos in Bolivien in Aktionen investieren würden, diese Banditen zu stürzen - notfalls mit Gewalt -, dann würde es allen besser gehen (vor allem den unterdrückten Völkern vor Ort). Statt dessen werden in Europa, vor allem in der BRD, bis heute die wenigen Aktionen verteufelt, mit denen die USA in der Vergangenheit solchen Banditen einen Riegel vorgeschoben haben, wie z.B. Allende in Chile. Heutzutage entblödet sich Jimmy “Peanuts” Carter nicht, nach Venezuela zu reisen und zu behaupten, bei den Wahlen sei alles korrekt abgelaufen (obwohl in Venezuela jeder weiß, daß Chavez sie gefälscht hat); und dafür bekommt er auch noch den “Friedensnobelpreis”.
    Darf man sich da noch wundern, wenn eines Tages der Ölhahn zu ist und bei uns die Lichter ausgehen?!?

  2. Knut meint:

    Was für eine lächerlich dummdreiste Überschrift, die nicht den geringsten Bezug zum Artikel hat. Jette Petersen lässt hier keinen Zweifel an der Seriosität und Objektivität dieses Nachrichtenportals. Bei all der munteren Chávezhetze sollte man aber nicht ausblenden, dass er mit seiner Kritik durchaus die mehrheitliche Meinung der Latinos wiedergibt. Doch wahrscheinich zählen die sowieso alle, inkl. Menschenrechtsorganistionen und UN zum internationalen Kommunismus, der die arme EU ausbluten lassen will. In Südamerika begegnete man Einwanderern schon immer mit einer größeren Offenheit als hier und wundert sich jetzt über die Menschenverachtenden Pläne der Europäer, die traditionell ja den großteil der amerikanischen Migranten stellten. Sogar Leute wie ‘Hans’ hat man um 1945 vor allem im Süden des Kontinents aufgenommen, obwohl man wusste das sie sonst niemand mit der Kneifzange angefasst hätte. Aber all das passt zur Europäischen Arroganz, die seit der Kollonialzeit ungebrochen ist.

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