Chef der GDL verschwindet mitten im Tarifstreit in Kur

Von Andre Bergmann

Mehr Geld haben wollen aber nicht arbeiten ist offenbar die Philosophie von Herrn SchellWährend andere um einen Tarifvertrag ringen und ganz Deutschland um einem neuen Streik bangt, verschwindet der Chef der Gewerkschaft der Lokführer schnell einmal in die Kur. Angeblich wurde der Termin für die Kur schon mehrmals verschoben und sei nun endgültig fällig.

Besonders krank oder geschwächt wirkte Schell in der jüngsten Vergangenheit aber nicht !

Dennoch, für drei Wochen hat sich der 64jährige in die Kur an den Bodensee verabschiedet. Sein Vertreter, Claus Weselsky (48) wird in der Zwischenzeit die Verhandlungen und Geschäfte der GDL führen. Weselsky soll im Jahr 2008 die Führung der GDL offiziell übernehmen, wenn Schell in den Ruhestand geht. Die jetzige Vertretung gilt daher als Feuerprobe.

Ein neuer Bahnstreik steht kurz bevor.

Die GDL hat bereits im Vorfeld angekündigt, dass das Angebot, der Bahn, das am Montag vorgelegt wurde, unzureichend sei, und von der GDL nicht akzeptiert wird, obwohl deren Hauptforderung erfüllt ist. Noch nicht einmal an eine Verhandlungstisch will man sich derzeit von Seiten der GDL setzten.

Für Mittwoch hat die GDL einen Pressetermin anberaumt, an dem das weitere Vorgehen bekannt gegeben werden soll. Ein Treffen mit der Deutschen Bahn wurde abgesagt.

DCRS ONLINE meint: Was ist das für ein Schmierentheater?! Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos, doch die Lokführer sind auch mit 10 Prozent mehr Lohn nicht zufrieden. Die Gesundheitsversorgung des Großteils der Bevölkerung ist marode und lückenhaft, Herr Schell fährt zur Kur!

Artikel vom 17. Oktober 2007

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