Chinese in den USA wegen Industriespionage verurteilt

Von Bianca Wollert

Chinese in den USA wegen Industriespionage verurteiltZwei Jahre Haft und eine Geldstrafe von 10000 US-Dollar muss ein chinesischstämmiger Ingenieur in den USA hinnehmen. Er wurde wegen Industriespionage und Ideendiebstahl von einem kalifornischen Gericht verurteilt.

In San José befand ein Bundesrichter den 44jährigen für schuldig, militärtaugliche Computertechnologie der Firma Qantum 3D gestohlen und versucht zu haben, sein Wissen an China, Thailand und Malaysia zu verkaufen. Bereits 2006 war der Mitarbeiter von Quantum 3D festgenommen worden und hatte sich ein Jahr später schließlich schuldig bekannt.

Im Februar 2008 wurden in den USA vier Personen wegen nachrichtendienstlicher Tätigkeiten für China verhaftet. Der erste Fall dreht sich um den Pentagon-Mitarbeiter Gregg William Bergersen und die beiden gebürtigen Chinesen und US-Staatsbürger Yu Xin Kang und Tai Shen Kuo, die geheime militärische Informationen an Peking geliefert haben sollen.

Im zweiten Fall geht es um den US-Staatsbürger Dongfan “Greg” Chung, ein ehemaliger Mitarbeiter von Rockwell bzw. Boeing. Chung wird u. a. in acht Fällen der Industriespionage für China bezichtigt. Laut FBI sollen Mitarbeiter der chinesischen Flugzeugindustrie seit 1979 Informationsbeschaffungsaufträge an Chung erteilt haben. Er soll die Chinesen dann auch fleißig mit Betriebsgeheimnissen von Boeing und dem Space Shuttle beliefert haben.

Artikel vom 19. Juni 2008

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