Chinesen boykottieren europäische Ware wegen Tibet
Die Situation in Tibet sorgt weiter für erhitzte Gemüter. Am Samstag ist es in chinesischen Städten zu Demonstrationen gegen eine Unabhängigkeit Tibets gekommen. Die Teilnehmer riefen zugleich zum Boykott von französischen Produkten auf, weil bei der Pariser Etappe des olympischen Fackellaufs gegen China und seinen Umgang mit Tibet protestiert worden war.
In der zentralchinesischen Stadt Wuhan hielten Demonstranten Plakate mit der Aufschrift „Gegen eine Unabhängigkeit Tibets, für Olympia“ und Sagt Nein zu französischen Waren“ in die Luft. Auch im südostchinesischen Hefei protestierten Menschen in ähnlicher Weise.
In der südwestliche gelegenen Stadt Kunming versammelten sich Demonstranten vor einer Filiale der französischen Supermarktkette Carrefour und blockierten den Zugang.
In Peking gab es eine kleine Protestaktion an einem Carrefour-Supermarkt, die nach kurzer Zeit von der Polizei beendet wurde. Auch nahe der französischen Botschaft in der chinesischen Hauptstadt versammelte sich eine kleine Gruppe von Demonstranten mit Spruchbändern wie “Tibet gehört China” und “Franzosen, haltet den Mund”. Nachdem Sicherheitskräfte die Straße zu der diplomatischen Vertretung abgesperrt hatten, löste sich der Protest auf.
In Paris hatte der Fackellauf wegen anti-chinesischen Protesten abgebrochen werden müssen. Der französische Botschafte Herve Ladsous erklärte denn auch sein tiefes Bedauern über die Vorgänge in Paris, wie die amtliche Zeitung „China Daily“ den Botschafter zitiert.
Die französische Supermarkt-Kette Carrefour hatte sich bereits Mitte der Woche gegen Boykott-Aufrufe gegen ihre Läden in China gewehrt. In einer am Mittwoch in Peking verbreiteten Stellungnahme bezeichnete das Unternehmen “Gerüchte” über Verbindungen zum Dalai Lama und den Unruhen in Tibet als “vollkommen gegenstandslos”.
Internetnutzer hatten dem Luxusgüterkonzern und Carrefour-Anteilseigner LVMH finanzielle Unterstützung des Dalai Lama vorgeworfen. Sie plädierten deswegen dafür, die Supermarktkette und verschiedene französische Produkte zu boykottieren.





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21. April 2008 um 02:44
ich fang gleich an zu weinen. Wer in Rotchina investiert, gehört bestraft.
Vielleicht öffnen diese Boykottaktionen einigen Nieten in Nadelstreifen endlich mal die Augen; und wenn nicht, sollen sie ruhig bluten!
Im übrigen hat Rotchina bei einem Wirtschaftskrieg viel mehr zu verlieren als Europa: Die laden hier nur ihren scheinbar billigen Schrott bei uns ab, stehlen unsere Patente (ohne unser Know-how läuft dort gar nichts) und kaufen bei uns allenfalls auf Pump ein; und nebenbei zahlen wir ihnen immer noch reichlich Entwicklungshilfe. Wenn wir mit alledem Schluß machen, brechen in China wieder Hungersnöte aus wie vor der Öffnung zum Westen.
Diesem maßlos überschätzten Papiertiger sollten wir bald mal die Krallen ziehen!