Chinesen wollen Dresner Bank kaufen

Von Christian Dieter Matuschek

Chinesen wollen Dresner Bank kaufenDie Investmentsparte der Allianz-Tochter, Dresdner Bank, hat offenbar das Interesse der Chinesen geweckt. Bereits ein schriftliches Angebot soll dem Münchener Finanzkonzern Allianz vorliegen, wie das „Manager Magazin“ vorab aus seiner neuen Ausgabe meldet.

Welches chinesische Institut sich für die Dresdner Bank interessiert, ist allerdings bislang noch geheim.

Die Allianz hatte Mitte des Monats beschlossen, ihre Banktochter in eine Investmentbank und das Privatkundengeschäft aufzuspalten. Das Privatkundengeschäft wolle die Allianz mit der womöglich bald zum Verkauf stehenden Postbank verschmelzen, hieß es in dem Bericht weiter.

Über ein Interesse der Allianz an der Post-Tochter war bereits weithin spekuliert worden. Auch die Deutsche Bank und die Commerzbank wollen ihr Retail-Geschäft mit einem Kauf der Postbank stärken. Allerdings dürfte die Allianz als finanzkräftiger Partner der Bundesregierung äußerst lieb sein.

Sollte eine Fusion mit der Postbank nicht zustande kommen, sehe ein Alternativplan vor, die Dresdner mit der Commerzbank zusammenzuführen, hieß es in dem Magazinbericht weiter. Allianz und Commerzbank wollten keine Stellung zu dem Bericht nehmen.

Seit der 24 Mrd. Euro teuren Übernahme im Jahr 2001 hat die Allianz die Dresdner Bank immer wieder umgebaut, um sie an Wettbewerber heranzuführen - aber ohne durchschlagenden Erfolg. Allianz-Chef Michael Diekmann hatte jahrelang betont, das Geldhaus sei dennoch integraler Bestandteil des Konzerns.

Jüngst wich Diekmann aber auf der Bilanzpressekonferenz der Allianz vor wenigen Wochen Fragen nach der Zukunft der Dresdner Bank aus und erklärte lediglich, die Vorstände der Dresdner Bank hätten immer noch sein Vertrauen.

Artikel vom 27. März 2008

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