Chinesischer Milchskandal – Melamin-Bonbons auch in Deutschland

Von Christian Dieter Matuschek

Chinesischer Milchskandal – Melamin-Bonbons auch in Deutschland    FotoNun ist auch Deutschland von dem Milchskandal in China direkt betroffen. In Baden-Württemberg verkaufte, chinesische Bonbons enthalten demnach ebenfalls den nierenschädigenden Stoff Melamin.

Die Weichkaramellen „White Rabbit“ wurden aus den Regalen genommen. Hersteller Guanshengyuan und der niederländische Vertreiber Liroy B.V. riefen die Bonbons weltweit zurück.

Bürger in Baden-Württemberg wurden vom Verbraucherministerium in Stuttgart, die Süßigkeiten nicht mehr zu essen, - auch wenn von dem Verzehr einzelner Bonbons „ noch keine konkrete Gesundheitsgefahr“ ausgehe.

Belgien, das ebenfalls betroffen ist, warnte dagegen „inständig“ vor dem Verzehr. Pro Kilogramm sei ein Anteil von 11,24 Milligramm Melamin festgestellt worden. Maximal zulässig: 2,5 Milligramm.

China versucht, zu beschwichtigen: Das Amt für Qualitätssicherung teilte mit, bisher sei in 31 von 265 geprüften Milchpulver-Produkten Melamin gefunden worden. Alle bemängelten Produkte seien vor dem 14. September hergestellt worden, alle seither produzierten Lebensmittel seien sicher.

Unterdessen verklagten chinesische Eltern den Milchpulverkonzern Sanlu. Ihr Junge hatte kurz nach seiner Geburt im Juli 2007 Babymilch aus Sanlu-Milchpulver getrunken, in diesem Sommer wurde bei ihm ein Nierenstein diagnostiziert. Die Eltern fordern 15 400 Euro Schadenersatz.

Artikel vom 2. Oktober 2008

Hinterlasse eine Antwort