Clinton siegt deutlich in Pennsylvania
Der Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten dauert an. Mit einem deutlichen Sieg der Vorwahlen in Pennsylvania konnte Hillary Clinton am Dienstag einen Teil ihres Rückstandes zu Konkurrent Barack Obama gut machen. Die beiden Bewerber stehen nun fast wieder auf dem selben Punktestand.
Nach Auszählung von 96 Prozent der Wahlbezirke erhielt Clinton 55 Prozent der Stimmen, auf Obama entfielen lediglich 45 Prozent. Insgesamt hat Obama immer noch mehr Delegierte und mehr Staaten gewonnen. Allerdings hat Clinton fast alle Wahlen in den großen Staaten für sich entschieden.Die nächsten wichtigen Abstimmungen stehen am 6. Mai in North Carolina und Indiana an.
Vor der Wahl in Pennsylvania hatten Kommentatoren gesagt, Clinton brauche einen deutlichen Sieg mit zweistelligem Abstand zu Obama, um nicht abgeschrieben zu werden. Ein knappes Ergebnis hätte den Druck auf Clinton erhöht, ihre Bewerbung zurückzuziehen.
Nun hat sie das tatsächlich verwirklicht und der Wahlkrimi geht in die nächste Runde. Nun folgen bis zum 3. Juni insgesamt noch neun weitere Vorwahlen, doch eine Entscheidung im Kopf-an-Kopf-Rennen wird auch hier nicht erwartet. Erst auf dem Nominierungsparteitag Ende August, wenn die Superdelegierten, die frei über ihre Stimme entschieden können, ein Machtwort sprechen, wird der Zweikampf wohl ein Ende finden.
Clinton gibt sich unterdessen optimistisch, die Nominierung doch noch zu gewinnen und auch die Präsidentschaftswahl gegen den republikanischen Kandidaten McCain zu gewinnen. Sie wolle im Herbst ins Weiße Haus einziehen.
“Der Wind dreht sich”, rief sie vor jubelnden Anhängern in Philadelphia. “Sie haben versucht, uns k.o. zu schlagen,. .. sie haben dreimal mehr Geld eingesetzt als wir, sie haben alles getan - aber das Volk von Pennsylvania hat anders entschieden.”
Obama gratulierte Clinton zu ihrem “großartigen Wahlkampf”, zeigte sich aber ebenfalls siegessicher. “Das Establishment in Washington wird uns bekämpfen.” Dennoch sei der Sieg im Herbst und wirklicher politischer Wandel in Washington möglich. “Wir werden nicht nur die Vorwahl gewinnen, wir werden nicht nur im November gewinnen. Wir werden dieses Land verändern und die Welt”, sagte er vor Anhängern in Evansville in Indiana.
Clinton und Obama vermieden scharfe Angriffe gegen den innerparteilichen Gegner. Obama betonte allerdings, die Frage sei nicht, ob die Republikaner einen Wandel nach Washington bringen würden, “denn wir wissen, dass sie das nicht tun werden. Die Frage ist: Werden wir das schaffen?”
Arbeiter, Ältere und Katholiken wählen Clinton
CNN-Analysen zufolge erhielt Clinton in Pennsylvania einen besonders hohen Zuspruch bei Arbeitern, älteren Wählern, bei Frauen und bei Katholiken. Obama schnitt dagegen nur bei Schwarzen und bei Erstwählern gut ab.
Unter den zwölf Millionen Einwohnern von Pennsylvania gibt es eine starke weiße Arbeiterschaft und relativ viele Katholiken. Diese Wählergruppen haben bisher bevorzugt für die Senatorin aus New York gestimmt.





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