Clinton und der Wahlkampf – Können so viele US-Bürger irren ?
Hillary Clinton steht unter Beschuss. Nach ihrem, - wenn auch knappen - , Sieg in Indiana fordern immer mehr Personen ihren Rückzug aus dem Kampf um die Kandidatur für die Demokraten. Doch können diese mit Barack Obama wirklich gegen die Republikaner gewinnen?!
Experten raten Clinton zum Rückzug und erklären im gleichen Atemzug, dass die ehemalige First Lady im eigentlichen Wahlkampf um das Weiße Haus die besseren Chancen hätte. Doch die Wahl um die Kandidatur für die Demokraten kann sie nicht mehr gewinnen.
Warum haben die Anhänger der Demokraten so gewählt ?
Würde Clinton trotz geringerer Punkte- und Stimmzahl dennoch zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten ernannt werden, - das hat es in der Geschichte der USA noch nie gegeben und würde den demokratischen Prinzipien völlig widersprechen - , würden sämtliche farbige Wähler den Demokraten vorwerfen, man habe ihnen ihr Mandat geklaut, - ihren Fürsprecher Barack Obama.
Wird aber Barack Obama Präsidentschaftskandidat der Demokraten, wird der Wahlkampf ums Weiße Haus ein Rassenwahlkampf werden. Denn, wie Meinungsforscher warnen, sei das amerikanische Volk noch nicht reif für einen farbigen Präsidenten. Viele weiße Wähler würden den Demokraten den Rücken kehren, wenn Obama tatsächlich in der Wahl antritt.
Die Demokraten haben sich folglich selbst in ein Wahl-Dilemma manövriert. Berauscht von den mitreißenden, jugendlichen Worten des schwarzen Kennedy träumten sie tatsächlich von dem von Obama ständig beschworenen Neu-Anfang und warfen jeglichen Sinn für die Realtität über Bord.
Die Vernunft, die messerscharfe Stärke, der Realismus von Hillary Clinton ist vielen Demokraten einfach zu trocken. So sehr Clinton mit ihrem Wahlkampf beeindruckt hat, so hat sie manchen auch durch ihre „Frauen-Power“ schockiert.
Was kann Hillary Clinton jetzt also tun ?
Sie könnte sich als gute Verliererin präsentieren und damit Sympathiepunkte für die Zukunft sammeln. Denn, wer Hillary kennt, weiß, dass diese, sollte sie jetzt nicht kandidieren, den Traum vom Weißen Haus noch lange nicht aufgeben wird. Hillary hat ihr Leben lang gekämpft. Sie hat ihre Gegner und Kritiker immer wieder erstaunt.
Findet Clinton den rechten Zeitpunkt zum Ausstieg allerdings nicht, könnte sie sich für immer demontieren.
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Am 9. Mai 2008 um 03:06 Uhr
Was heißt “für immer demontieren”? Die Frau ist 60; in 4 Jahren wählt sie erst recht niemand mehr. Für sie kann die Rechnung nur lauten: Jetzt oder nie…
Im übrigen sind beide D-Kandidaten eh chancenlos gegen MC.