CSU will Atomenergie aber keinen Abfall

Von Kerstin Moebius

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Der Endspurt im Rennen um die Landtagswahlen in Bayern hat begonnen. Nocheinmal bekräftigte die CSU mit Partei-Chef Erwin Huber ihre Forderung nach einer Verlängerung der Laufzeiten bayerischer Atomkraftwerke, um billigen Strom für die Bürger zu garantieren. Den dabei anfallenden Atommüll will man allerdings nicht, den sollen lieber die Niedersachsen bei sich lagern.

Erwin Huber argumentierte, dass seit 30 Jahren eine politische Entscheidung für den Salzstock im niedersächsischen Gorleben zur Endlagerung von Atommüll getroffen worden sei. Dies müsste aufrecht erhalten und weiter gefürht werden, so der Politiker in der ARD.

“Die Frage stellt sich deshalb nicht, weil ein nahezu fertiges Endlager in Deutschland vorhanden ist. Und zu sagen, das schütten wir wieder zu und fangen irgendwo anders von vorne an, das würde uns 30 Jahre zurückwerfen”, sagte Huber. Dies mache “keinen Sinn”.

Huber betonte zudem, dass ein Abschalten der deutschen Atomkraftwerke, die einen hohen Sicherheitstandart hielten, die Energieknappheit weiter dramatisieren würde. Es sei daher falsch.

“Maßstab für die Laufzeit muss die Sicherheit sein. Und ich habe in der Tat darauf hingewiesen, dass international heute oftmals 60 Jahre angegeben werden. Aber das kann man nicht durch Gesetz festlegen.”

Huber erläuterte, die in den bereits abgeschriebenen Atomkraftwerken produzierte Energie sei “der billigste Strom, den wir bekommen können”. Die Energiewirtschaft müsse sich verpflichten, die “gewaltigen Erlöse” infolge längerer Laufzeiten “durch Preisstabilisierung weiterzugeben”. Das müsse vertraglich festgelegt werden. “Der Verbraucher soll den Vorteil haben, nicht der Shareholder (Aktionär).”

Artikel vom 3. August 2008

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