Deal der Polizei: Kate McCann soll für geringe Haftstrafe gestehen

Von Irina Heidkamp

Gerry McCann (Foto: Clemens Bilan / ddp)Nachdem die Mutter des verschwundenen, 3jährigen, britischen Mädchens Madeleine am Freitag zur Verdächtigen erklärt worden ist, gilt nun auch der Vater nach endlosen Verhören am Freitag als Verdächtiger. Das streng katholisch gläubige Arzteehepaar McCann lässt sich vor Ort von dem Anwalt Carlos Pinto de Abreu vertreten.

Obwohl sich die Verdachtsmomente gegen das Ehepaar zunehmend verdichten, beharren beide weiterhin starr auf ihre Unschuld und darauf, dass ihre Tochter noch lebt.

Die Betitelung der beiden als Verdächtige und das Einleiten eines Ermittlungsverfahren gegen sie ermöglicht es der portugiesischen Polizei nun, die Bewegungsfreiheit der beiden einzuschränken, im Notfall auch einen Haftbefehl ausstellen zu lassen.

Vor wenigen Wochen hatten die McCann`s erklärt, dass sie nun ohne Maddie nach Großbritannien zurückkehren wollten. Offenbar hatte man damals bereits weitere Schritte gegen die Familie geplant, denn die Behörden beschwörten das Ehepaar doch noch länger im Lande zu bleiben. Hätten die McCann`s Portugal den Rücken gekehrt, würden sich weitere Befragungen und Ermittlungen schwieriger darstellen.

Die Eltern müssen sich nun auch gerichtsmedizinischen und kriminaltechnischen Untersuchungen zur Verfügung stellen. Sie dürfen aber auch als Verdächtige im Verhör die Aussage verweigern und einen Rechtsbeistand berufen, wie sie es bereits getan haben.

Kate McCann war am Donnerstag rund 11 Stunden lang verhört worden und am Freitag abermals 5 Stunden lang. Gerry McCann wurde am Freitag rund 8 Stunden lang, separat verhört.

Die Ermittler glauben offenbar, nach den Angaben einer Familiensprecherin der McCanns, dass Kate ihre Tochter, unter Umständen versehentlich, umgebracht hat, die Leiche dann verschwinden ließ und schließlich vernichtete. In einem Mietwagen, den das Ehepaar 25 Tage nach dem Verschwinden des Mädchens mietete, fand man offenbar ebenfalls Blutspuren. So heißt es einem Gerücht zu Folge.

Man habe Kate McCann im Gegenzug zu einem Geständnis offenbar eine geringe Haftstrafe von ein bis zwei Jahren angeboten. Die wies die dreifache Mutter erzürnt als „emotionale Erpressung“ zurück.

Die Ergebnisse einer forensischen Untersuchung der Blutspuren im Ferienappartement, das die McCanns mit ihren Kindern bewohnten, und weiterer Gegenstände werden immer noch unter Verschluss gehalten.

DCRS ONLINE meint: Wann hört dieser Alptraum endlich auf?!

Artikel vom 8. September 2007

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