Deutsche Bahn – Und die Räder rollen wieder!
Am Anfang der vergangenen Woche war es endlich geschafft, dass Streik – Theater bei der Deutschen Bahn ist auf unbestimmte Zeit beendet. Man konnte es kaum glauben, dass die Gewerkschaft GDL noch zu einem Streikende bereit sein würde.
Aber genau dieses Ende hat nun doch einen sehr bitteren Beigeschmack, nämlich den der Lohnerhöhung für eine Berufsgruppe, deren Ende voraus zu sehen ist. Die „lieben“ Lokführer, die es nur selten schaffen einen Zug pünktlich von A nach B zu bringen, genau diese haben jetzt eine Aufwertung ihres Berufsstandes erfahren, den diese nicht wert sind.
Ist es nicht merkwürdig, das man fernab jeglicher Leistungsorientierung Löhne festlegt, die eigentlich gar nicht der Zeit entsprechen und der abgegebenen Leistung? Der Lokführer wird in der Zukunft nur noch Helfer sein, wenn überhaupt. Die Zukunft des Schienenverkehrs hat für diesen keinen Platz mehr im herkömmlichen Sinne. Die Vorläufer sind da, so in Paris die erste U – Bahnstrecke ohne Lokführer und auch in Deutschland gibt es schon Werksverkehr vollautomatisch ohne den Einsatz eines Lokführers. Sein Handicap, er ist zu langsam und zu ungenau, er kann Dinge nicht, die die Technik in Bruchteilen von Sekunden kann.
Der Lokführer ist bei weitem nicht der Mann bei der Bahn, der die meiste Verantwortung für einen unfallfreien Zugverkehr trägt, nein und er ist auch nicht der Übermensch der Nation. Das, was sich bei der Bahn abgespielt hat, zeigt was in Deutschland im großen Stil läuft, Einheitslöhne ohne Leistungsbezug für jeden, der in einer Gewerkschaft organisiert ist. Das, was in privaten Handwerksbetrieben schon lange Gang und Gebe ist, nämlich Leistungslohn, davon wollen die Gewerkschaften und deren Mitglieder immer noch nichts wissen. Das Motto „Arbeitszeit ist Leistungszeit“ ist auch bei den Angestellten der Bahn ein immer noch rotes Tuch.
Die Frage wird sein, wie lange kann sich dies ein Staat wie die Bundesrepublik Deutschland noch leisten? In den Nachbarstaaten wird schon längst nach „Zeigerschlag“ gefahren und zum Beispiel die Franzosen sind stolz darauf.
Wenn man bedenkt, das man dies vor dem Krieg und selbst während dessen noch in Deutschland konnte, dann kann man dem Personal der Bahn nur sagen, das Geld ist die eine Seite und die Leistung die andere der Medaille und nur beide zusammen funktionieren.
Man kann nur hoffen und wünschen, das die Chefetage der Bahn weiß, was zu tun ist. Ein Unternehmen ist nur so gut, wie sein schwächstes Glied. Und zurzeit kann man von Qualität und Quantität bei der DB nur bedingt sprechen. Unpünktliche Sammeltransporte haben jedenfalls absolut Nichts mit Reisen zu tun.





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