Deutsche in Georgien entführt

Von Christian Dieter Matuschek

Deutsche in Georgien entführt  FotoDas Auswärtige Amt in Berlin und das BKA prüfen Hinweise auf eine Entführung zweier Deutscher Personen in Georgien. Im Kriegsgebiet der Stadt Gori sollen die beiden Georgier mit deutschem Pas nordwestlich von Tiflis verschwunden, möglicher Weise verschleppt worden sein.

Eine Außenamtssprecherin bestätigte am Samstag, dass den Hinweisen mit Hochdruck nachgegangen werde. Die deutsche Botschaft in Tiflis erfuhr laut Bericht von den lokalen Behörden, zwei Personen namens Levan und Lika D. seien während der chaotischen Zustände in der Stadt wenige Kilometer südlich der Kriegsregion verschleppt worden.

Zusätzlich übermittelten die Behörden den Deutschen noch eine deutsche Handynummer, über die man die Entführten erreichen könne. Doch bislang blieben entsprechende Versuche offenbar ohne Erfolg.

Mit Sicherheit hätte man bislang nicht feststellen können, ob es sich bei den genannten Personen tatsächlich um Deutsche handelt. Geburtsdaten seien nicht bekanntgegeben worden.

Unbestätigten Berichten zufolge waren in den Tagen nach den aktiven Kampfhandlungen Hunderte Menschen von Milizen nach Südossetien verschleppt worden. Bereits Anfang dieser Woche habe das Auswärtige Amt Hinweise erhalten, dass offenbar Deutsche in der ebenfalls umkämpften Region Abchasien im Nordwesten Georgiens verschwunden oder gar entführt worden seien.

Nach eingehender Überprüfung gingen die Behörden allerdings nunmehr davon aus, dass es sich bei diesem Verdacht um einen falschen Alarm handele.

Artikel vom 16. August 2008

Hinterlasse eine Antwort