Deutsche Spezialeinheiten sollen Geiseln am Ararat befreien

Von Kerstin Moebius

Deutsche Spezialeinheiten sollen Geiseln am Ararat befreienWie die Bildzeitung jüngst berichtet, sollen Soldaten der deutschen Elitetruppe GSG 9 in die Osttürkei reisen, um dort die bayerischen Geiseln am biblischen Berg Ararat aus der Hand der Terrororganisation PKK zu befreien.

Angeblich habe ein hoher Beamter aus Sicherheitskreisen bestätigt, dass ein derartiger Einsatz in Erwägung gezogen aber nicht öffentlich angekündigt werde.

Die Spezialeinheiten der GSG 9 ist auf die Befreiung von Geiseln spezialisiert.

Der CSU-Rechtsexperte Norbert Geis: „Vor einem möglichen GSG 9 Einsatz sollten aber alle Verhandlungswege ausgenutzt werden.”

Unterdessen wird im Berliner Krisenstab des Außwärtigen Amtes nicht ausgeschlossen, dass es sich bei der Entführung tatsächlich um eine spontane Einzelaktion von einer Splittergruppe der PKK handelt und keine zentral organisierte Entführung. In diesem Fall sei mit allem zu rechnen, gleichermaßen mit einer baldigen Freilassung, wie mit zähen Verhandlungen.

Wie die Führung der PKK zu der Aktion steht ist bislang nicht bekannt.

Derweil hat die türkische Armee bei Gefechten mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans bereits einige Terrorkämpfer getötet.

Die Aktion in der Provinz Sirnak habe im Zusammenhang mit der Suche nach den drei verschleppten deutschen Bergsteigern gestanden, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan. Die Zahl der Getöteten schwankt je nach Quelle, die Rede ist von acht beziehungsweise zehn toten PKK-Kämpfern.

Sirnak soll nach Empfehlung des Auswärtigen Amtes derzeit nicht besucht werden. Die Provinz gehört wie der Ararat, an dem die deutschen Touristen am Dienstag von der PKK entführt wurden, zum Kurdengebiet im Osten der Türkei, liegt allerdings mehrere Hundert Kilometer südlich des Berges. Für die Mittelmeergebiete der Türkei liegt unterdessen keine Reisewarnung des Außwärtigen Amtes vor.

Artikel vom 11. Juli 2008

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