DGB-Chef lehnt Handlungsweise der GDL ab

Von Christian Dieter Matuschek

Michael SommerÜber den Einzelsieg der kleinen Gewerkschaft der Lokführer ist der Deutsche Gewerkschaftsbund offenbar nicht sonderlich erfreut, auch wenn die Vorlage von einer Lohnsteigerung über 11 Prozent ungeheuerlich ist. Der DGB hat offensichtlich ein wenig Bedenken, dass das Beispiel der GDL Schule machen könnte und am Ende weitere kleine Gewerkschaften den Alleingang wagen.

Damit würde der Einfluss des DGB schnell zusammenschrumpfen.

DGB-Chef Michael Sommer sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, Montagausgabe, laut Vorabbericht, der DGB stehe nach wie vor für die Tarifeinheit. „Deswegen bedauern wir den tarifpolitischen Kurs der GDL“, fügte er hinzu.

Das ausgehandelte Ergebnis lasse sich wohl nur damit erklären, „dass notwendige strukturelle Verbesserungen für die Lokführer und aktuelle Lohnerhöhungen parallel umgesetzt werden“, sagte Sommer. Trotzdem sei das ein beachtenswerter Startschuss für die Tarifrunde 2008.

Die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL hatten sich am Sonntag grundsätzlich auf einen eigenständigen Tarifvertrag geeinigt. Er sieht eine Entgelterhöhung um durschnittlich elf Prozent vor. Einzelheiten sollen bis Ende Januar verhandelt werden. Streiks schloss die GDL mit „99-prozentiger Sicherheit“ aus.

DCRS ONLINE meint: Die erstrittene Lohnsteigerung ist eine Katastrophe für die deutsche Wirtschaft.

Artikel vom 14. Januar 2008

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