Die Grünen stellen sich gegen neue Atom – Euphorie

Von Andre Bergmann

Die Grünen stellen sich gegen neue Atom EuphorieDie Bundesbürger werden mit horrenden Energiepreisen für Gas, Strom und Benzin an den Rand ihrer Existenzen getrieben. Wer kann es ihnen da verübeln, dass immer mehr Deutsche einen Ausstieg aus dem Atomausstieg fordern.

Billige Enerige hat sich zum vorrangingen Ziel vieler Bürger heraus kristallisiert. Die Grünen empfinden das als Rückschritt und wollen den Ausstieg vom Ausstieg mit allen Mitteln bekämpfen. Sogar eine Rückkehr zu alten Traditionen, wie Straßen-Demonstrationen, sind in Überlegung.

Mit der Atomenergie haben die Grünen offenbar ihr Wahlkampfthema für 2009 gefunden.

Während die Union munter den Austieg vom Austieg fordert, drohen die Grünen mit einer deutschlandweiten Kampagne gegen die Kernkraft. Renat Künast, Bundestagsfraktionschefin der Grünen, kündigte im „Tagesspiegel“ an, den Wiederstand „auch auf die Straße“ zu bringen, wenn die Union weiter auf ihrer Forderung beharre. Auch die Deutsche Energie-Agentur (DENA) warnte jüngst vor der Atomkraft.

Die SPD will offenbar ebenfalls am Atomausstieg festhalten. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte der “Frankfurter Rundschau”: “Wer jetzt zur Kernkraft zurückkehren will, ruft zu Investitionszurückhaltungen in moderne Technologien für saubere Kohle- und Gaskraftwerke auf.” Die Unionsforderung nach einer Verlängerung der Restlaufzeiten für bestehende Atomkraftwerke (AKW) bezeichnete Steinmeier als “einfallslos”. Damit würde auch mehr Wettbewerb auf dem Energiesektor verhindert.

Artikel vom 11. Juli 2008

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