Die Post bestreikt Frankfurter Flughafen

Von Christian Dieter Matuschek

Die Post bestreikt Frankfurter FlughafenAm Frankfurter Flughafen haben in der Nacht Mitarbeiter der Deutschen Post vorrübergehend ihre Arbeit niedergelegt und damit sämtliche Auslands-Korrespondenz der Bundesrepublik um mindestens einen Tag verzögert.

Dies erklärte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Morgen in Frankfurt.

Um 22 Uhr habe die Nachtschicht mit dem Warnstreik begonnen. Rund eine Million Briefe und 5000 Pakete seien betroffen. “Unsere Mitglieder wollen diese Woche Klarheit: Tarifabschluss oder Urabstimmung”, sagte der Verdi-Fachbereichsleiter Postdienste, Detlev Borowsky, laut Mitteilung.

Sollte sich die Arbeitgeberseite nicht bewegen wolle man in einen unbefristeten Streik treten. Am Donnerstag und Freitag müsse daher in der nun vierten Verhandlungsrunde eine Einigung auf den Tisch. Die Mitglieder seien dazu bereit, sagte Borowsky. “Deutlicher als mit den heutigen Streiks kann dies vor einer Urabstimmung nicht zum Ausdruck gebracht werden.”

Verdi fordert für seine Arbeitnehmer mit Tarifverträgen mehr Geld, die Festschreibung der Arbeitszeit auf 38,5 Stunden und eine Verlängerung des Kündigungsschutzes.

Die Entgelte für die 130.000 Tarifbeschäftigten sollen für zwölf Monate bis Ende April 2009 linear um mindestens sieben Prozent steigen. Zudem sollen betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 ausgeschlossen und die Arbeitszeit der 53.000 Postbeamten auf 38,5 Stunden festgesetzt werden.

Artikel vom 16. April 2008

Hinterlasse eine Antwort