Die Post streikt weiter !

Von Christian Dieter Matuschek

Die Post streikt weiterAuch am Donnerstag wird es bei der deutschen Post weitere Warnstreiks geben. Diesmal konzentrieren sich die Ausstände vor allem auf den Südwesten Deutschlands. Die allermeisten Briefzusteller der Post in Baden-Württemberg sollen sich nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi daran beteiligen.

Schwerpunktmäßig sind von der Aktion die Städte Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Ravensburg, Reutlingen und Göppingen betroffen. Das sind sechs der insgesamt sieben vorhandenen Briefniederlassungen im Südwesten Deutschlands.

In Stuttgart war im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post bereits am Dienstag gestreikt worden. Auch im Saarland und in Rheinland-Pfalz bleiben heute viele Briefkästen leer.

Voraussichtlich sollen etwa 8 Millionen Sendungen am Donnerstag in Baden-Württemberg nicht zugestellt werden, wie der Verdi-Bezirk Mittelbaden-Nordschwarzwald im Vorfeld ankündigte.

Außer in Stuttgart bleiben im ganzen Land die Briefkästen leer. Im Saarland sind der Gewerkschaft zufolge von dem ganztägigen Warnstreik vor allem die Brief- und Paketzustellung in Saarbrücken und Völklingen sowie der Bereich St. Ingbert betroffen. Mehr als 120 000 Briefe und etwa 7000 Pakete sollen liegenbleiben.

Im Rheinland-Pfalz sollen sich Verdi zufolge etwa 350 Mitarbeiter und Auszubildende an den Warnstreiks beteiligen. Betroffen ist vor allem der Norden des Landes. Dort würden voraussichtlich 200.000 Briefe und 13.000 Pakete nicht zugestellt. Rund 200 Warnstreikteilnehmer werden in Mülheim-Kärlich zu einer Streikversammlung in der Rheinlandhalle erwartet.

Verdi verhandelt mit der Deutschen Post bislang ohne Ergebnis über Beschäftigungssicherung, Arbeitszeit und Löhne. Der Tarifvertrag zum Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen für die bundesweit 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG lief Ende März aus, ebenso die Regelung, wonach für die 55.000 Post-Beamten eine 38,5- Stundenwoche gilt. Verdi will den Kündigungsschutz bis 2011 erhalten und eine höhere Wochenarbeitszeit für Beamte verhindern. Bis zum nächsten Verhandlungstermin am 9. April müsse bundesweit mit weiteren Streikmaßnahmen gerechnet werden, hieß es.

Artikel vom 3. April 2008

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