Die USA und Nordkorea beginnen mit Verhandlungen in Genf

Von Jan Konrad

Jedes Land, das Atomwaffen besitzt, stellt eine hohe Gefahr dar. Auch Amerika selbst !Der amerikanische Fernsehsender CNN berichtet, dass eine Nordkoreanische Delegation im schweizerischen Genf eingetroffen ist. Dort sollen die Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem kommunistischen Nordkorea von neuem anlaufen und endlich greifbare Ergebnisse erzielen.

Die Gespräche sollen an diesem Wochenende beginnen und die internationale Beteiligung um die Frage um das Nordkoreanische Atomprogramm steigern. „Diese Frage ist eine sehr schwierige“, wurde der assistierende Staatssekretär der USA, Christopher Hill, von CNN zitiert. Hill kam am Freitag in Genf an. Hill trifft sich in Genf mit dem Unterhändler von Nordkorea, wobei die Diskussionen am Samstag und Sonntag geführt werden.

Der amerikanische Präsident George Bush sagte am Donnerstag, es sei wahrscheinlich, dass Nordkorea vor dem Ende seiner Amtszeit das militärische Atomprogramm aufgäbe. Er sagte, dass die USA, Russland, China und Südkorea stark daran arbeiteten, die koreanische Halbinsel zu einer atomwaffenfreien Zone zu entwickeln. Die zögerlichen Fortschritte aber werden oft kritisiert.

Der amerikanische Unterhändler Hill sagte, dass das Ziel der bilateralen Gespräche wäre, die Verhandlung der sechs Staaten (USA, Nord- und Südkorea, China, Russland und Japan) durch die Beseitigung von Diskussionspunkten zwischen den USA und Nordkorea zu beschleunigen.

Ein weiterer Gesprächsstoff wird die Entführung von japanischen Staatsbürgern sein. Falls Nordkorea die mutmasslichen Entführungen aufklärt, sind die Vereinigten Staaten wiederum bereit, Nordkorea von der Liste Terrorunterstützender Länder zu entfernen.

Die Gespräche in Genf sind ein Teil der Sechsergespräche und der Entscheidung vom Februar, dass Nordkorea sein Atomwaffenprogramm und sein Plutoniumproduzierendes Atomprogramm komplett einstellt. Im Gegenzug erhält Nordkorea Unterstützung, in erster Linie aber Erdöl.

Vor allem die Anreicherung an Plutonium wird zentrales Gesprächsthema sein. Nordkorea wird beschuldigt, ein zweites, verdecktes Programm am Laufen zu haben. Nordkorea hat sich zwar bereiterklärt, darüber zu diskutieren, die Existenz eines solchen Programms wurde aber nicht bestätigt.

Die Nordkoreanische UN-Mission bestätigte die Ankunft Ihrer Kommission in Genf, gab aber keine weiteren Angaben zu Resultaten bekannt. Diese werden erst nächste Woche erwartet, falls es überhaupt zu Einigungen kommt.

Artikel vom 2. September 2007

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