Diskussion um Managergehälter – Merkel will Lohn -Grenze nach oben
In der Diskussion um die Höhe von Managergehälter und deren Angemessenheit erhebt die, aus der ehemaligen DDR stammende, deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel erneut das Wort und erstaunt durch eine sehr sozialistisch eingefärbte Wortwahl. Jüngst hatte sie ihre Partei erst darauf eingeschworen, dass man einen Sozialismus auf gar keinen Fall mehr haben wolle. Nun das.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht trotz der Kritik aus der Wirtschaft auf eine weitere Diskussion über die Höhe von Managergehältern. Unterstützung bekam Merkel am Mittwoch vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) sowie dem bayerischen Regierungschef Günther Beckstein (CSU).
Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking verteidigte sein zweistelliges Millionengehalt mit dem Satz: „Wenn ich Erfolg habe, möchte ich auch gut bezahlt werden.“
Dreht man den Satz um, heißt das ganz eindeutig, nur wer die Aussicht hat, gut zu verdienen, strebt nach Erfolg. Diesen Ansporn braucht eine Volkswirtschaft, um nicht pleite zu gehen !
Merkel sagte, die Politiker müssten dafür Sorge tragen, „dass die Menschen in ihrer Mehrzahl diese Gesellschaft als gerecht empfinden“. Die Kanzlerin fügte hinzu: „Und ich bin der Meinung, wir brauchen deshalb eine Debatte über gerechte Bezahlung - und zwar nicht nur am unteren Ende der Lohnskala, sondern auch am oberen.“
Will die Kanzlerin tatsächlich Löhne nach obenhin begrenzen ?! Gerecht ist, wenn jeder eine Chance hat, durch Leistung reich zu werden. Diebstahl und der Zwang zum Teilen ist nicht gerecht.
Die soziale Marktwirtschaft sei „ein Gesellschaftsmodell - und deshalb werde ich diese gesellschaftliche Debatte auch weiter führen“ so Merkel weiter.
Beckstein sagte, er habe ein ungutes Gefühl angesichts der hohen Managergehälter. Vom Erfolg eines Unternehmens sollten auch die Mitarbeiter profitieren. Rüttgers kritisierte: „Wer Millionen-Abfindungen an Manager zahlt, die eine Firma vor die Wand gefahren und Arbeitsplätze vernichtet haben, untergräbt die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft.“ Dies sei verantwortungslos.
Demnach müsste sich die Bezahlung stärker an der Leistung orientieren und Leistung muss auch nach moralischen Merkmalen bemessen werden.
Die Debatte war Ende November von Bundespräsident Horst Köhler angestoßen worden, der eine „Kultur der Mäßigung“ in den Führungsebenen der Unternehmen forderte. Merkel schloss sich am Montag auf dem CDU-Parteitag in Hannover der Mahnung an.
Der frühere BDI-Präsident Michael Rogowski kritisierte: „Es ist nicht gut, wenn ein Bundespräsident oder eine Bundeskanzlerin so populistisch dieses Thema aufgreifen und es so verallgemeinern.“
Wiedeking betonte, ihn könne Köhler mit der Gehälter-Kritik nicht gemeint haben. Der Bundespräsident habe nur von jenen Managern gesprochen, „die ihr Salär auf Kosten der Mitarbeiter erhöhen“. Im Fall Porsche profitierten aber „alle vom Unternehmenserfolg“.
Wiedeking fügte hinzu: „Wenn beispielsweise Entlassungen die Ursache dafür sind, dass die Unternehmensgewinne nach oben schießen und dadurch dann die Managergehälter steigen, kann ich die Kritik sehr wohl verstehen. Ich könnte meiner Belegschaft dann jedenfalls nicht mehr unter die Augen treten.“
Derartige Manager bräuchte man ganz offensichtlich mehr !
Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte, er habe mit dem Gehalt von Wiedeking „kein Problem“. In dessen Amtszeit habe sich der Unternehmenswert vervielfacht. Außerdem hätten die Beschäftigten sichere Arbeitsplätze und erhielten Sonderzahlungen, die „nicht alltäglich sind“.
Porsche hatte bekannt gegeben, dass die sechs Vorstände im vergangenen Geschäftsjahr zusammen mehr als 112 Millionen Euro verdient haben. Branchenschätzungen zufolge ging davon rund die Hälfte an Wiedeking.
DCRS meint: Man sollte nicht versuchen, die Gut- und Besserverdiener weiter zu beschneiden, sondern der breiten Masse eine echte Chance geben, ebenfalls zu Reichtum zu kommen.! Neid darf nicht zu Diebstahl führen, sondern muss zu Leistung anspornen. Das kann er nur, wenn jeder eine reale Chance bekommt.
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