Domain-Endungen bald völlig beliebig

Von Andre Bergmann

Domain-Endungen bald völlig beliebigDomains mit x-beliebigen Endungen, wie .hosenscheisser oder .küchenausbau, werden bald Realität sein. Dann kann sich jeder seine Webseite z.b auch unter vorname.nachname registrieren lassen, allerdings natürlich nur solange die Kombination nicht vergeben ist. Die in den USA ansässige Internet-Aufsicht ICANN will die Domain-Endungen völlig freigeben.

Bislang sind Internet-Nutzer auf die Länderkürzel und verschiedene Sonder-Endungen beschränkt. Das soll sich zum Jahreswechsel ändern.

ICANN-Vorsitzender Paul Twomey plant, „ab dem ersten Quartal 2009“ Wunschkürzel zu genehmigen. Die 1,3 Milliarden Internet-Nutzer weltweit können dann „geläufige Wörter wie .liebe und .hass und auch Eigennamen“ eintragen lassen.

Dennoch. Alles wird nicht möglich sein. Einschränkungen sollen bestimmte Rechteeigentümer schützen. So dar eine Endung keine bestehenden Markenrecht verletzten, sie dar an „bestehende Ausdrücke“ nicht angelehnt werden und keine Anspielung sein.

Ebenfalls tabu bleibt es zukünftig, sich „die Identität einer Gemeinschaft anzueignen.“ Kompromittierende Endungen wird es auch nicht geben, versicherte Twomey.

Zukünftig will man auch Domains in nicht-lateinischer Schrift, beispielsweise Arabisch oder Chinesisch zulassen. Mit 15 Sprachen hat die ICANN schon Tests mit den gängigen Suchmaschinen gemacht. Die in den 80er-Jahren gegründete Organisation verwaltet die Namen der Internet-Domains in aller Welt – wie .org, .museum, .biz und Länderkürzel.

Artikel vom 23. Juni 2008

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