Donnerstag Streik: Streikt die GDL nur weil sie zu faul zum Arbeiten ist ?

Von Irina Heidkamp

Die Gewerkschaft der Lokführer hat für Donnerstag ihre Anhänger erneut zum Arbeitskampf aufgefordert – Streik! Es wird von 2.00 Uhr bis 11.00 Uhr offiziell im Regional und Nahverkehr gestreikt.

Die GDL hat weiterhin angekündigt, dass, sollte die Bahn nicht auf die Gewerkschaft zugehen, nicht nur am Donnerstag gestreikt wird, sondern eine ganze Streik- Serie folgen soll. Die Lokführer wollen dann am 19., 22., 23. und 24. Oktober die Arbeit ruhen lassen. Nur das Wochenende soll, wie bisher, streikfrei bleiben.

Betroffene Bahnkunden können sich unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 99 66 33 oder unter www.bahn.de/aktuell informieren.

Eine konkret nachvollziehbare Rechtfertigung hat die GDL für die neuerlichen Streiks nicht.

Claus Weselsky, stellvertretender GDL-Vorsitzender, erklärte: „Das Angebot der Bahn vom Montag bietet keine Grundlage für Verhandlungen. Die Offerte enthält lediglich alten Wein in neuen Schläuchen.“

Tatsächlich hat die Bahn aber die Hauptforderung der GDL erfüllt, nämlich einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer. Die Bahn zeigte sich schockiert von dieser lächerlichen Begründung.

Personalvorstand Margret Suckale erklärte ein wenig ratlos: „Unser Verständnis ist am Ende. Die GDL befindet sich auf einer tarifpolitischen Geisterfahrt zum Schaden der Kunden, der Angestellten und des Unternehmens.“ Am Mittwoch wollte die Bahn mit der GDL über den Tarif für die Lokführer verhandeln, doch die GDL kam einfach nicht.

Macht der GDL das streiken Spass? Geht es gar nicht, darum möglichst bald zu einem Verhandlungsergebnis zu kommen? Was ist das für ein Kindergarten?

Suckale weiter: „Es geht um die Tarifeinheit. Wir wollen keine Splittergewerkschaften.“ Die Bahn wolle verhindern, dass „das Spiel jedes Jahr von neuem losgeht“. Dennoch habe man den Lokführern einen eigenständigen Tarifvertrag vorgelegt, der neben 10 Prozent mehr Lohn auch eine Einmalzahlung in Höhe von 2000 Euro und bessere Arbeitsbedingungen vorsah.

GDL- Chef Manfred Schell, der sich geschwind einmal kurz auf eine dreiwöchige Kur verabschiedet hat, erklärte noch am Mittwochmorgen gegenüber der Bildzeitung: „Die Zeichen stehen klar auf Streik. Es ist stark davon auszugehen, dass morgen gestreikt wird.“ Und so ist es auch gekommen.

DCRS ONLINE meint: Was will die GDL eigentlich noch erreichen?! Die Forderungen wurden doch bereits erfüllt!

Artikel vom 17. Oktober 2007

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