Drastische Preiserhöhung bei Ebay

Von Louis Richter

EbaySeit rund zehn Jahren begeistert das Prinzip-Ebay. Viele Privatpersonen haben alles mögliche zu Geld gemacht und sind auf Schnäppchenjagd gegangen. Doch die Internetauktionsplattform Ebay hat in den vergangenen drei Jahren massiv an Attraktivität verloren.

Anstatt Schnäppchen findet man dort nur mehr überwiegend Profi-Verkäufer, die die Ware inklusive Versandkosten oftmals teurer als im Laden anbieten, die Zahl der Betrügereien hat massiv zugenommen und die Preise für Auktionen bzw. die fälligen Provisionen bei einem erfolgreichen Verkauf sind unverschämt teuer geworden.

Wen wundert es da, dass viele Ebay-Fans auf andere Auktionsplattformen und Internetshops ausweichen, oder lieber wieder in die heimische Fußgängerzone zum bummeln gehen.

Nun sollen die Preise bei Ebay schon wieder steigen.

„Niedrigere Gebühren“ für das Einstellen von Produkten sollen die Attraktivität des Online-Marktplatzes erhöhen und dem derzeitigen Nutzerschwund entgegenwirken.

Eine Mogelpackung !

eBay kündigte an, dass das Einstellen eines Artikels um 25 bis 50 Prozent gesenkt werde, und Galeriefotos künftig kostenlos angeboten werden könnten. Die Gebühren für Transaktionen hingegen werden zum Teil erheblich erhöht.

So steigen die Kosten für Verkäufe unter 25 US-Dollar auf 8,75 Prozent des erzielten Preises - eine Gebührenerhöhung um etwa zwei Drittel.

Die niedrigere Einstellgebühr soll mehr Verkäufer anlocken. Laut eBay bevorzugten Kunden das neue Gebührenmodell, da sie ein geringeres finanzielles Risiko bei Produkten hätten, die sie nicht verkaufen. Andererseits rechnete die Nachrichtenagentur Associated Press vor, dass besonders bei günstigen Waren der Händler unterm Strich mehr zahlen müsste. Der Verkauf eines 25 Dollar teuren Geldbeutels würde eBay-Gebühren von 2,74 Dollar nach sich ziehen - vor der Anpassung kostete dies nur 1,91 Dollar. Eine US-Händlerin klagte:

“Diejenigen, die tiefpreisige Artikel verkaufen, werden die Gebührenerhöhung am stärksten zu spüren bekommen.” Derweil sollen sogenannte Powerseller mit Preisnachlässen belohnt werden.

DCRS ONLINE meint: Ebay ist vorbei !

Artikel vom 30. Januar 2008

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