Drogen für besseren Sex – Trend unter Jugendlichen

Von Eleonore Matschge

Drogen für besseren SexAlkohol, Marihuana, Koks und andere Drogen dienen Jugendlichen in Europa zunehmend zur Steigerung sexueller Erregung und Empfindsamkeit. Besserer Sex, länger, intensiver, das ist das angestrebte Ziel. Ob die Drogen allerdings den gewünschten Effekt tatsächlich beschaffen, ist fraglich.

Rund ein Drittel der europäischen, jungen Männer und ein Viertel der jungen Frauen benutzten Drogen zur Enthemmung und Sexualität zu erleichtern. Entsprechende Ergebnisse enthüllt eine Studie unter der Leitung von Mark Bellis an der Liverpool John Moores Universität. 1300 Jugenliche wurde für die Studie befragt.

Das Ergebnis: Alkohol, Cannabis oder Ecstasy gehören meist zu einer gezielten Sexualpartner-Kennenlern-Strategie vieler Jugendlicher und junger Erwachsener.

Bellis: „Millionen Jugendliche berauschen sich derart, dass es ihre sexuellen Entscheidungen verändert.“ Mit schlimmen Folgen: Denn Drogen senken nicht nur die Schüchternheit, sondern auch die Zurechnungsfähigkeit. Verhütung und der Schutz vor Krankheiten geraten dann völlig in Vergessenheit.

Testpersonen, die nach eigenen Angaben oft Alkohol oder andere Drogen zu Flirtzwecken konsumieren, neigten verstärkt zu ungeschütztem Sex mit wechselnden Partnern. Zwar bereuen dies die meisten, sobald die Nüchternheit einsetzt. Dennoch nehmen sie mögliche Konsequenzen in Kauf, um ihre sexuelle Lust zu steigern.

Artikel vom 11. Mai 2008

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