Ebay gewinnt Plagiatsprozess gegen Tiffany

Von Christian Dieter Matuschek

Ebay gewinnt Plagiatsprozess gegen TiffanyEbay geht ausreichend gegen Plagiate auf seiner Internet-Auktionsplattform vor. Das entschied nun ein US-Bundesrichter und beendete damit den vier Jahre lang andauernden Rechtsstreit zwischen Ebay und dem Juwelier Tiffany. Die Klage des Juweliers wurde abgewiesen.

Letztlich seien die Hersteller für den Schutz ihrer Marken selbst verantwortlich, urteilte der Richter in dem von Internet-Händlern mit Spannung verfolgten Prozess.

Ebay bezeichnete das Urteil als einen “Sieg für die Verbraucher” und betonte, gefälschte Produkte rasch aus der Internetversteigerung zu entfernen. Das US-Unternehmen warf dem New Yorker Traditionshaus zudem vor, sich nicht ausreichend an den Markenschutzprogrammen des Auktionshauses beteiligt zu haben.

Tiffany schloss bislang eine Berufung nicht aus. Er sei schockiert und zutiefst enttäuscht über das Urteil, das es Verkäufern von Plagiaten erlaube, den Verbraucher zu betrügen, erklärte der Vize-Präsident des Unternehmens, Mark Aaron.

Das Urteil kann große Auswirkungen auf den Internethandel haben. Vor allem in Frankreich werden solche Prozesse aufmerksam verfolgt, da dort zahlreiche Luxusgüterhersteller angesiedelt sind. Dort hatte ein Gericht Ebay Ende vergangenen Monats zu 38,6 Mio. Euro Schadensersatz wegen des Verkaufs gefälschter Waren des Luxusgüterkonzerns LVMH verurteilt, der unter anderem die Marken Dior und Louis Vuitton vertreibt.

Artikel vom 15. Juli 2008

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