Eine Million Bürger sind völlig überschuldet

Von Christian Dieter Matuschek

Eine Million Bürger sind völlig überschuldetEine Millione Bundesbürger sind völlig überschuldet. Das ist das schockierende Ergebnis der Studie „Überschuldungsreport 2008“. Zudem bestätigt der Report, dass vor allem zwei Faktoren maßgeblich zur Überschuldung beitragen: Der Verlust des Arbeitsplatzes und Scheidungen.

Die Studie stellte das Institut für Finanzdienstleistungen, iff, in Berlin vor.

Die Risikogruppe derer, die besonders von Zahlungsunfähigkeit gefährdet ist, werde von Alleinerziehenden mit einem minderjährigen Kind angeführt, sagte Institutsdirektor Udo Reifner. Platz zwei belegten Arbeitslose, gefolgt von Paaren mit mehr als drei minderjährigen Kindern.

Hauptgläubiger der überschuldeten Privathaushalte seien vor allem die Banken. Forderungen gebe es aber auch von gewerblichen Gläubigern wie Versandhäusern, sowie vom Staat, der Steuern oder Sozialabgaben einfordere, sagte Reifner.

Die durchschnittliche Schuldenhöhe der für die Studie untersuchten 10.000 zahlungsunfähigen Haushalte habe bei rund 22.100 Euro gelegen. Dabei sei es oft erst die Kündigung eines Kredites, die die völlige Zahlungsunfähigkeit auslöse, sagte Reifner.

Wie viele Haushalte bundesweit überschuldet seien, lasse sich statistisch kaum erfassen. Schätzungen gingen aber von etwa drei Millionen aus, sagte Reifner. Für die Studie, die im Auftrag der Stiftung “Deutschland im Plus” entstand, wertete iff die Daten von Schuldnerberatungen in knapp 10.000 Beratungsfällen aus.

Artikel vom 1. Juli 2008

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