Einzelhandel trotz hoher Inflation mit Umsatzsteigerung

Von Eleonore Matschge

Einzelhandel trotz hoher Inflation mit UmsatzsteigerungÜberraschender Weise hat der Einzelhandel im Mai trotz der überdurchschnittlich hohen Inflation seinen Umsatz deutlich steigern können und die Erwartungen übertroffen. Die hohe Inflation sei überraschend gut verkraftet worden. So stieg der Umsatz um 3,5 Prozent und preisbereinigt immerhin noch um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Im Vergleich zum Vormonat hatten die Einzelhändler 1,7 Prozent mehr in der Kasse, real blieb ein Plus von 1,3 Prozent. Volkswirte hatten mit einem realen Zuwachs von 0,5 Prozent zum Vormonat gerechnet und reales Minus von 1,0 Prozent zum Vorjahr vorausgesagt.

Besonders gut lief das Geschäft mit Bekleidung: Der Umsatz mit Textilien und Schuhen legte um 14 Prozent im Vergleich zum Mai 2007 zu. Auch Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte und Baubedarf waren mit einem Plus von 4,9 Prozent sehr gefragt.

Der sonstige Facheinzelhandel - etwa mit Büchern und Schmuck - steigerte die Einnahmen um 4,3 Prozent. Der Lebensmittel-Einzelhandel erhöhte seinen Umsatz um 1,8 Prozent.

Den stärksten Umsatzrückgang gab es im Versandhandel mit 2,4 Prozent. Auch Getränkehändler, Fleischer und andere Lebensmittel-Facheinzelhändler setzten 0,8 Prozent weniger um. Mit Kosmetik und medizinischen Produkten wurde 0,1 Prozent weniger umgesetzt.

Von Januar bis Mai hatten die Einzelhändler 2,2 Prozent mehr in den Kassen als im Vorjahreszeitraum, real aber 0,4 Prozent weniger. Für 2008 insgesamt strebt der Branchenverband HDE ein Umsatzplus von zwei Prozent an, real wäre dies ebenfalls ein leichtes Minus.

Artikel vom 1. Juli 2008

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