Entführte Touristen in Ägypten – 6 Millionen Dollar Lösegeld gefordert

Von Jette Petersen

Entführte Touristen in Ägypten – 6 Millionen Dollar Lösegeld gefordert  FotoAm vergangenen Freitag ist eine 19köpfige Touristen-Gruppe in Ägypten entführt worden. Unter den Geiseln befinden sich fünf deutsche Personen. Während einer Jeep-Tour durch die Wüste nahe der sudanesischen Grenze wurde Konvoi von vier Angreifern überwältigt, die Touristen verschleppt.

Jetzt drohen die Kidnapper, die Geiseln zu ermorden, wenn ihre Forderung über ein Lösegeld in Höhe von 6 Millionen Dollar, nicht umgehend erfüllt wird.

Die Ägyptischen Behörden dementierten allerdings entsprechende Medienberichten, und beharren darauf, dass den entführten Touristen derzeit keine Gefahr drohe.

„Uns sind keine Drohungen übermittelt worden. Die Touristen sind gesund, haben genug zu essen und Wasser.“ hieß es am Dienstag von den ägyptischen Behörden.

Unter den Geiseln befinden sich auf die acht ägyptischen Touristenführer, die die Tour durch die Wüste geleitet hatten. Unter den Touristen sind fünf Italiener, eine Rumänin und fünf Deutsche:

Helga B. (69) aus Mannheim sowie Frank K. (57) und Heide R. (60) aus Kassel bereisen die Region regelmäßig. Ebenfalls gekidnappt: Bernd L. (65) aus Berlin sowie Christoph K. (37) aus Baden-Württemberg und dessen Ehefrau – die rumänische Geisel.

Nach jüngsten Berichten haben sich die Kidnapper mit ihren Geiseln in den Sudan zurückgezogen. Dies erklärte unter anderem das sudanesische Außenministerium. Sie befänden sich demnach rund 25 Kilometer von der ägyptischen Grenze entfernt.

Nun will Ägypten Spezialkräfte in die Region schicken, um die Geiseln zu befreien.

Bei den Geiselnehmern handelt es sich offenbar um eine kriminelle Bande aus dem Nachbarland Tschad.

Der deutsche Krisenstab hat bereits Kontakt zu den Kidnappern, soll über Lösegeld verhandeln. Die sudanesischen Behörden versprachen nicht einzugreifen, um das Leben der Geiseln nicht zu gefährden. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts: „Wir sind intensiv bemüht, den Fall zu lösen.“

Artikel vom 24. September 2008

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