Erdbebensee in China läuft nicht ab
Der Pegel des von einem durch das Erdbeben vor zwei Wochen verursachten Erdrutsch aufgestauten Stausees in der chinesischen Provinz Szechuan ist kaum gesunken, trotzdem die chinesische Arme einen künstlichen Abflusskanal legte. Nun musste eine gefährliche Sprengung durchgeführt werden, weil der Staudamm bei weiter ansteigendem Pegel zu brechen droht.
Die Regierung hofft, mit der gezielten Sprenung am Tangjiashan-See den Abfluss der enormen Wassermassen kontrolliert zu beschleunigen.
Der See wurde von Trümmern und Erdrutschen im Tongkou angestaut. Flussabwärts leben mehr als 1,3 Millionen Menschen, 250.000 davon wurden wegen der Gefahr einer Flutwelle bereits evakuiert.
Der unnatürliche See, der in Folge des Erdbebens vom 12. Mai durch Erdrutsche entstanden war, hatte sich als eine der größten Herausforderungen bei der Bewältigung der Katastrophe herausgestellt. Sein Pegel stieg stetig an, anhaltender Regen erhöhte die Wassermenge zusätzlich. Es bestand die Gefahr eines Bruchs des durch Schlamm und Geröll entstandenen Dammes.
Durch das Erdbeben kamen mehr als 69.000 Menschen ums Leben, mehr als 17.800 werden noch vermisst.





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