Evonik unter Verdacht – EU-Kommission ermittelt
Dem Mischkonzern Evonik droht ein massives Bußgeld. Die EU-Kommission richtet ihre Ermittlungen wegen Preisabsprachen bei Kalziumcarbid und Magnesiumpulver offenbar auch gegen Evonik Degussa und eine ihrer Tochtergesellschaften, wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet.
“Das Ermittlungsverfahren der EU-Kommission richtet sich teilweise auch gegen Evonik Degussa und eine ihrer Tochtergesellschaften”, bestätigte der Konzern dem Blatt.
“Sie werden in ihrer Eigenschaft als ehemalige Muttergesellschaften der SKW Stahl Metallurgie GmbH für deren Zuwiderhandlung haftbar gemacht”, heißt es weiter.
Evonik betonte, die Haftung beschränke sich auf wenige Monate bis zum Verkauf von SKW, schreibt die “FTD”. Die EU werfe Evonik Degussa nicht vor, selbst an Absprachen beteiligt gewesen zu sein. Die heutige Evonik- Tochter Degussa hatte 2004 die Spezialchemietochter SKW Metallurgie verkauft.
Die EU-Kommission hatte am bereits Freitag in Brüssel mitgeteilt, gegen mehrere Unternehmen sei ein Kartellverfahren eröffnet worden. Die Namen von Unternehmen wurden nicht genannt. Es drohen hohe Bußgelder. Die Stoffe werden vor allem in der Stahlindustrie eingesetzt, um die Produktqualität zu verbessern.
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