Finanzkrise bereitet Sparkassen Geldsegen

Von Andre Bergmann

Finanzkrise bereitet Sparkassen Geldsegen   Foto

Die Sparkassen stehen angesichts verunsicherter Anleger und Sparer hoch im Kurs. Sie konnten in vergangenen Wochen zusätzliche Spareinlagen in einer Höhe entgegen nehmen, wie sonst nur über ein ganzes Jahr verteilt.

Aus Angst vor Verlusten wegen der Finanzkrise eröffnen viele ein neues Konto oder stocken ihre Einlagen auf.

Reihenweise strömen Kunden zu den Sparkassen, teilweise mehr als 500 pro Filiale und Woche.

Allein die Haspa, Deutschlands größte Sparkasse, verzeichnet über 500 Millionen Euro neue Einlagen! Besonders Sparkonten und Termineinlagen (z. B. Festgeld) sind gefragt.

Bei der Sparkasse Köln gingen die Einlagen um 355 Mio. Euro rauf. Sogar Firmen und Versicherungen aus dem Ausland rufen an, wollen Geld anlegen. Die Kunden wollen vor allem festverzinsliche Wertpapiere, Tagesgeld und Inhaberschuldverschreibungen

Auch die Düsseldorfer Sparkasse freut sich über neue Einlagen. Mehr als 200 Millionen gingen hier in nur zwei Wochen ein. So viel im gesamten Jahr 2006.

Unter den Neu-Anlegern sei die ganze Nation vertreten, Studenten, Rentner und auch Konzerne.

Auch die Sparkasse München, Frankfurt am Main, Berlin und Leipzig sammeln eifrig Neu-Kunden und frisches Geld.

Verbandssprecher Stefan Marotzke: „Über Jahre galt unser Geschäftsmodell als bieder und altmodisch. Wegen der Turbulenzen auf den Finanzmärkten ist Sicherheit für die Bürger nun aber noch wichtiger als bisher. Deshalb ist Beratung in der Filiale wieder gefragt, die die Sparkassen bieten.“

Artikel vom 10. Oktober 2008

Hinterlasse eine Antwort