Finanzkrise: Fast keine neuen Börsengänge

Von Jan Konrad

Finanzkrise Fast keine neuen BörsengängeDie weltweite Anzahl der Börsengänge ist aufgrund der Finanzkrise stark zurückgegangen. Alleine in Europa hat sich die Zahl der neuen Börsengänge im ersten Quartal halbiert und das Emissionsvolumen ist ebenfalls stark zurückgegangen. Die Firmen haben keine grosse Lust, an der Börse Geld aufzunehmen.

Im ersten Quartal 2008 hat sich die Zahl der europäischen Börsengänge laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCooper von139 auf 70 fast halbiert, wobei das Emissionsvolumen um ganze 81 Prozent abnahm. Laut PricewaterhouseCooper spiegelt das Ergebnis der Studie die aktuelle Stimmung an den Finanzmärkten wieder.

Am meisten betroffen vom Unmut, an der Börse einzusteigen, sind die Finanzdienstleister. Lediglich 4 Finanzdienstleister haben im ersten Quartal dieses Jahres den Börsengang gewagt. Im Vorjahr waren es noch 18.

In Europa ist London weiterhin der bevorzugte Börsenplatz. 29 Prozent aller Börsengänge werden in London abgewickelt. Der grösste Börsengang wurde laut der Studie aber nicht in Europa verzeichnet, sondern am transnationalen NYSE Euronext: Liberty International - eine Investmentgesellschaft aus Grossbritannien - holte sich dort ganze 600 Millionen Euro.

Artikel vom 24. April 2008

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