Flocke floppt - Wilbär ist top

Von Irina Heidkamp

Flocke floppt Wilbär ist topAllein am Sonntag drängten sich ingesamt mehr als 20000 Besucher vor dem Gehege des kleinen Eisbären Wilbär. Wer hätte das gedacht. Über das Eisbären-Weise Flocke war in den vergangenen Wochen intensiv berichtet worden. Doch jetzt drängt sich einfach Wilbär in den Vordergrund, raubt der kleinen Flocke die Aufmerksamkeit.

Eine Menschenschlange bis zu einem halben Kilometer lang bildete sich am Wochenende vor dem Freigehege des kleinen Eisbärenmannes im Stuttgarter Zoo.

Zwei Stunden Wartezeit. Je 50 Wilbär-Fans durften fünf Minuten ans kleine Gehege, dann war der nächste Schwung Besucher dran.

Wenn sich Wilbär mit seiner Mama schließlich am Tor seines Stalles zeigte, begannen Kinder vor Begeisterung wild zu schreien. So groß ist die Freude über den kleinen tappsigen Strolch. Doch weil sich Wilbär und seine Mama vor dem Geschrei fürchten, zogen sie sich immer wieder zurück in ihren Stall.

Ab sofort wurde am Gehege ein Kreischverbot eingeführt.

Zoosprecherin Marianne Holtkötter: „Es rührt die Menschen doch sehr, wie der Kleine mit seiner Mutter spielt, ausgelassen im Becken herumplanscht und einen sehr glücklichen Eindruck macht.“

Das ist offenbar das Geheimnis des kleinen Wilbär. Deshalb klaut er der kleinen Flocke die Aufmerksamkeit.

Experten glauben deshalb, dass Wilbär von den drei Eisbärenkindern, Knut, Flocke und Wilbär, das glücklichste Tier ist.

DCRS meint: Alle drei sind unheimlich faszinierende Geschöpfe, eine Klassifizierung ist hier völlig falsch am Platz.

Foto: Wilhelma - Der Zoologisch Botanische Garten Stuttgart

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Artikel vom 21. April 2008
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Eine Reaktion zu “Flocke floppt - Wilbär ist top”

  1. Hans

    Wilbär ist sicher der glücklichste - schließlich lebt er artgerecht mit seiner Mutter zusammen. Auch die besten menschlichen Pfleger können das nicht ersetzen.
    Schön, daß die Besucher das auch so sehen.
    Die arme Flocke ist nämlich von den Nürnbergern nur deshalb des Mutter (die sie angenommen und ganz normal aufgezogen hatte) weggenommen worden, weil sie glaubten, damit das dicke Geschäft à la Berliner Knut machen zu können. (Alle gegenteiligen Behauptungen sind erlogene Vorwände.)
    Dem hat das Publikum mit Recht einen Riegel vorgeschoben.
    Ein Glück, sonst hätte das Schule gemacht, und in deutschen Zoos wären alle Bärenkinder ihren Müttern weggenommen worden, um Kasse zu machen!

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