Florida-Stimmen sind für Clinton endgültig verloren

Von Eleonore Matschge

Florida-Stimmen sind für Clinton endgültig verlorenDer Vorwahl-Krimi der amerikanischen Demokraten geht in die nächste Runde, zum Schaden von Hillary Clinton. Es steht nun endgültig fest, dass die Vorwahlen aus dem Bundesstaat Florida nicht gezählt und auch nicht wiederholt werden. Dort hatte Hillary Clinton einen beachtlichen Stimmenteil geholt, der ihr nun schmerzlich fehlt.

Dabei könnte die Präsidentschaftskandidatin die Stimmen aus dem Sonnenstaat sehr gut gebrauchen. Eine Befragung unter Anhängern der Demokratischen Partei ergab, dass die Mehrheit nicht erneut über die Präsidentschaftsanwärter Clinton und Barack Obama abstimmen will. Karen Thurman, Vorsitzende der Demokraten in Florida:

„Florida will nicht wieder wählen, also werden wir es nicht tun.“ Clintons Wahlkampfbüro zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung.

Die Vorwahlen in Florida waren vom Landesverband ohne Zustimmung des Parteiführung auf den 29. Januar vorgezogen worden. Den Sieg errang Senatorin Clinton mit der Hälfte aller Stimmen, Kontrahent Barack Obama kam nur auf 33 Prozent. Die Wahl wurde im Nachhinein allerdings für ungültig erklärt.

Mit den Stimmen von Florida hätte sich Clinton ihrem parteiinternen Konkurrenten Obama wieder enger an die Versen heften können. So aber führt dieser weiter nach Delegiertenstimmen. Einen klaren Sieg kann derzeit aber keiner der Kandidaten mehr nach Hause fahren. Eine Entscheidung, wer für die Demokraten kandidieren wird, wird daher erst auf dem Parteitag im August fallen.

Derzeit steht Clinton zudem auf dem parteiinternen Stimmungsbarometer nicht unbedingt in der Gunst der Parteimitglieder. Nur 45 Prozent ziehen sie als Präsidentschaftskandidatin dem „schwarzen Kennedy“, Barack Obama, vor.

Die größte Unterstützung erhält Clinton von Frauen, älteren Wählern und Menschen mit weißer Hautfarbe. Obama punktet bei Männern, jüngeren Wählern und Partei-Unabhängigen.

Ähnlich wie Florida wurde auch der Bundesstaat Michigan von der Parteiführung wegen eigenmächtig vorgezogener Wahlen bestraft. Dort könnte es aber nach Berichten des Nachrichtensenders CNN am 3. Juni zu einer erneuten Vorwahl kommen. Auch hier konnte Clinton damals den Sieg für sich verbuchen.

DCRS ONLINE meint: Es sieht schlecht aus für die ehemalige First Lady.

Artikel vom 18. März 2008

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